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Handball-Bundesliga : SG Flensburg-Handewitt beißt sich in Lemgo durch

vom

Neun Minuten genügten der SG, um die Bundesliga-Partie zu entscheiden. Das Spiel zum Nachlesen im Ticker.

Lemgo | Nur ein Training zur Vorbereitung, die anstrengende Barcelona-Reise mit einer deftigen Niederlage in den Knochen – dennoch biss sich die SG Flensburg-Handewitt am Mittwochabend in der Handball-Bundesliga beim TBV Lemgo durch. Dank einer tollen kämpferischen Leistungen und dank eines überragenden Torhüters Mattias Andersson schlug der Favorit die abstiegsgefährdeten Ostwestfalen mit 30:26 (14:15).

Außenseiter Lemgo begann mit viel Tempo und fand eine Flensburger Abwehr vor, die noch nicht auf dem Posten war. Linkshänder Rolf Herrmann und Finn Lemke auf der anderen Rückraumseite nahmen sich mutige Würfe und hatten das Glück, dass Mattias Andersson im SG-Tor noch nicht warmgelaufen war. Nach sechs Minuten lagen die Ostwestfalen mit 6:2 vorn.

Danach startete die SG eine zähe Aufholjagd, die erst nach 18 Minuten den ersten Gleichstand (8:8) brachte. Inzwischen gelang es dem Champions-League-Sieger, mehr Struktur, Geschwindigkeit und Präzision in den Angriff zu bringen. Andersson kaufte den Lemgoern einige freie Würfe ab und Abwehrchef Tobias Karlsson blockte stark. Ein „Hattrick“ von Kreisläufer Jacob Heinl brachte die erste Führung für die Gäste (12:11, 24.), doch die Wende war das noch nicht.

Denn auch Lemgo konnte sich auf einen starken Keeper stützen: Nils Dresrüsse stand seinem Flensburger Gegenüber zunächst kaum nach und machte den SG-Angreifern das Leben schwer. Zur Pause hatten die Gastgeber wieder die Nase vorn.

Im zweiten Durchgang musste die SG zehn Minuten ohne den starken Heinl auskommen, der wegen einer Platzwunde über dem rechten Auge von Lemgos Teamarzt versorgt wurde. Inzwischen führte der TBV mit 20:18 (39.), hatte damit aber seine Kräfte erschöpft. Andersson zeigte nun mit großartigen Paraden den Unterschied zwischen Weltklasse und gehobenem Bundesliga-Durchschnitt. Neun Minuten genügten der SG, um die Partie mit einem 6:0-Lauf zum 26:21 (52.) zu entscheiden. Der Vorsprung wuchs noch auf sieben Tore an, am Ende war Lemgo mit der 26:30-Niederlage gut bedient.

TBV Lemgo: Desrüsse, Bauer (bei zwei 7m) – Bechtloff (3), Hornke (2), Suton, Schneider (2), Herrmann (6), Pekeler (1), Lemke (3), Herth (3), Haenen, Höning (2), Zieker (4), Niemeyer.

SG Flensburg-Handewitt: Andersson – Karlsson, Nenadic (1), Eggert (6/4), Glandorf (5), Mogensen (4), Svan (2), Kaufmann (6), Jakobsson, Heinl (5), Zachariassen (1).

Schiedsrichter: Pritschow/Pritschow (Stuttgart). - Zeitstrafen: 3:3. - 7m: 1:4. - Zuschauer: 4000.

Der Ticker zum Nachlesen:

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erstellt am 26.11.2014 | 20:00 Uhr

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