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Sensationeller Auktionserfolg des Museumsbergs

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Große Freude über Ludwig Dettmanns „Wasserrosen im Moor“

shz.de von
erstellt am 24.Aug.2013 | 00:33 Uhr

Die Freude über den Coup ist Michael Fuhr auch heute noch deutlich anzumerken. Für den vergleichsweise günstigen Preis von rund 22 000 Euro ersteigerte er im Mai beim Auktionshaus Dobiaschowsky in Bern ein Gemälde, das bisher kaum jemand zu Gesicht bekommen hatte: „Bei den Wasserrosen im Moor“ von Ludwig Dettmann, der 1865 in Adelby geboren wurde und zu den bedeutenden Vertretern der Berliner und der Münchner Secession zählte.

„Es hat kaum jemand von diesem Verkauf gewusst“, so Fuhr. Wären Berliner oder Hamburger Kunsthändler und Museen dabei gewesen, „hätte man beim Preis locker nochmal eine Null dranhängen können“, ist der Direktor des Musuemsbergs überzeugt. Er selbst wurde durch den Flensburger Kunstliebhaber Hartmut Jensen (früher Galerie am Museum) auf die Auktion aufmerksam gemacht, der zunächst durch eine Anzeige elektrisiert und später im Internet fündig wurde. „Traumhaft!“, sagte Jensen gestern nur, als er vor dem Bild stand, das im ersten Stock des Hans-Christiansen-Hauses hängt. „An der Beleuchtung werden wir noch arbeiten“, verspricht Fuhr.

Das Bild zeigt eine leicht gewellte Moorlandschaft mit Wassergräben, auf denen Seerosen wachsen. Vier Kinder – zwei Jungen, zwei Mädchen – sitzen und liegen in der Idylle; besonders auffällig und ein starker Kontrast zum Grün der Landschaft ist blonde Mädchen im knallroten Kleid, das auf dem Rücken liegt und eine Seerose hochhält. „Das hätten die französischen Impressionisten auch nicht besser hinbekommen“, so Fuhr. Das Gemälde, das Dettmann selbst zu seinen Hauptwerken zählte, wurde 1898 direkt von der Münchner Secession an einen Schweizer Sammler verkauft. „Es hing seitdem immer am selben Nagel“, sagte Fuhr.

Möglich wurde der Ankauf durch die finanzielle Unterstützung der Nospa, der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein sowie der Mäzene Thomas Liebelt und Ernst-Friedrich Lübcke (Pressestiftung).

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