Selbstbestimmtheit am Ende des Lebens

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Carlo Jolly. von
25. November 2014, 13:06 Uhr

Sterbehilfe ist in aller Munde. In dieser

Serie ergreifen Hospiz-Förderer das Wort.

Dr. Hermann Ewald MSc
Ärztlicher Leiter
Katharinen Hospiz am Park

„In meiner täglichen Arbeit erlebe ich, dass Menschen aus Angst um Hilfe zum Sterben bitten. Manchmal aus der Angst, unerträgliches Leid zu erleben, manchmal aus der Angst, die eigene Selbstbestimmtheit zu verlieren. Als Arzt und Palliativmediziner nehme ich diese Frage sehr ernst, obwohl ich mir nicht vorstellen kann, dieser Bitte nachzukommen. Ich versuche dann zu erklären, dass Selbstbestimmtheit im Katharinen Hospiz am Park auch ganz am Ende des Lebens möglich ist, weil wir uns nach dem Willen der Mensch richten, die wir begleiten. Und ich bespreche, dass wir sehr viele Möglichkeiten haben, Leiden zu lindern, sodass ein vorher unerträgliches Leid dann wieder erträglich wird. Viele Menschen wirken dann sehr erleichtert – und oft spüre ich bei ihren Angehörigen eine mindestens ebenso große Erleichterung.“

Das Flensburger Katharinen Hospiz am Park ist ein Ökumenisches Zentrum für die Hospizarbeit und Palliativmedizin. Vor über 20 Jahren wurde hier ein Ort des intensiven Erlebens und Erinnerns geschaffen, an dem schwerstkranke Menschen würdevoll und geborgen Abschied nehmen können und Angehörige in ihrer Trauer begleitet werden. Neben der stationären Versorgung sind die Begleitungen im Ambulanten Hospiz-und Palliativberatungsdienst, in der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung und im ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Schwerpunkte der Arbeit. Im Katharinen Hospiz wird deutlich, dass Leben und Sterben auf besondere Art miteinander verknüpft sind.

So können Sie dem Hospiz helfen:

Konto DE 24 2175 0000 0000 0563 40

BIC: NOLADE21NOS (Nospa)

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