Hafenspitze : Segelschiff im Flensburger Hafen gesunken

Das Schiff liegt - bis auf die Mastspitzen - unter der Wasseroberfläche.
Foto:
Das Schiff liegt - bis auf die Mastspitzen - unter der Wasseroberfläche.

In der Nacht ist ein Zweimaster im Flensburger Innenhafen gesunken. Es traten Betriebsstoffe aus. Die Ursache ist unklar. Eine Bergung wird frühestens nächste Woche erfolgen.

shz.de von
30. Januar 2015, 12:35 Uhr

Flensburg | Ein Zweimaster ist im Flensburger Innenhafen in der Nacht zu Freitag gesunken. Das Schiff wurde am Freitagmorgen entdeckt. Im Seglerhafen am Ostufer der Hafenspitze ragten von einem Liegeplatz nur noch die Masten des rund neun Meter langen Segelschiffes empor, Rumpf und Aufbauten befanden sich unter der Wasseroberfläche.

Hier ist das am Freitag gesunkene Schiff auf einem früheren Bild zu sehen. Auffällig ist die schwarz-gelbe Lackierung.
Foto: Hencke
Hier ist das am Freitag gesunkene Schiff auf einem früheren Bild zu sehen. Auffällig ist die schwarz-gelbe Lackierung.

Mehrere Flensburger hatten zuvor erheblichen Diesel und Ölgeruch auf der Innenförde bemerkt und gegen 9.45 Uhr die Polizei alarmiert. Aus dem gesunken Segler traten Betriebsstoffe aus. Die Berufsfeuerwehr rückte mit dem Löschzug und einem Abrollcontainer mit Spezialgerät an. Ein Boot wurde ins Wasser gelassen und rund um die Unglücksstelle wurden Ölschlengel ausgelegt um ein ausbreiten der Gewässerverunreinigung zu verhindern.

Eine Ölsperre soll verhindern, das die Betriebsstoffe das Wasser weiter verunreinigen.
Foto: Sörensen
Eine Ölsperre soll verhindern, das die Betriebsstoffe das Wasser weiter verunreinigen.
 

Der Eigner aus Süddeutschland wird sich nun zusammen mit dem Hafenmeister um die Bergung des Schiffes kümmern müssen. „Da es sich um ein schweres Stahlschiff handelt, das natürlich komplett vollgelaufen ist, ist die Bergung nicht so einfach“, sagt Peter Slabik von der Wasserschutzpolizei in Flensburg. Erst Anfang der Woche sei es frühestens möglich, das Schiff zu heben. „Hierfür müssen wir einen Schwimmkran anfordern, denn vom Land kommt man nicht an die Unglücksstelle heran“, sagt Slabik.

Da keine akute Gefahr besteht, war der Einsatz für die Feuerwehr nach rund zwei Stunden beendet. Zur Unglücksursache konnte die Wasserschutzpolizei noch keine Angaben machen. „Wir haben im Moment keine Hinweise darauf, dass Dritte an dem Untergang beteiligt sind“, sagt Slabik. Auch der Eigner konnte sich nicht erklären, warum das Schiff über Nacht gesunken ist. Der Sachschaden ist erheblich.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen