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Kooperation : Segelklasse am Gymnasium: Auguste sticht in See

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die AVS und die Segler-Vereinigung Flensburg in Fahrensodde unterzeichneten einen Kooperationsvertrag. Nun wird and er Schule eine komplette Segelklasse eingerichtet.

shz.de von
erstellt am 27.Jan.2016 | 14:30 Uhr

Flensburg | Eine Schule hisst die Segel – und für den Rückenwind sorgt ausgerechnet eine Frau aus den Bergen. Sonja Hafner, Leiterin der Orientierungsstufe an der Auguste-Viktoria-Schule, stammt aus Süddeutschland. „Dort war es obligatorisch, bereits in Kita und Schule an das Ski- und Schlittschuhfahren herangeführt zu werden“, sagt sie. Sie ging davon aus, dass im Norden das Segeln fester Bestandteil des Unterrichts sei. „Ich dachte, das macht hier jeder.“

Tatsächlich wird der Sport an der AVS als AG angeboten, die von einem Team segelnder Lehrkräfte geleitet wird. Doch Sonja Hafner ist es zu verdanken, dass nun eine komplette Segelklasse eingerichtet wird. Gestern wurde ein entsprechender Kooperationsvertrag mit der Segler-Vereinigung Flensburg unterzeichnet. Deren Vorsitzender Marcus Ott betonte: „Das wird eine ganz besondere Herausforderung für die Kinder, die den Gemeinsinn fördert.“ In der Jugendabteilung habe er gemerkt, wie wertvoll dieser Erfahrungsschatz sei. „Besonders freue ich mich darüber, dass dass man hier Schüler gewinnen kann, die keinen primären Zugang, etwa durch die Eltern, zum Segeln haben.“

Diesen Gedanken griff auch Sonja Hafner auf. „Der Sport gilt ja als ein bisschen elitär“, sagte sie. So aber könne auch der Verein zu den 460 Mitgliedern weitere akquirieren, denen diese Möglichkeit normalerweise verschlossen bleibe.

Das Angebot wird zum Schuljahr 2016/17 in der Orientierungsstufe greifen. Es beginnt mit einer 5. Klasse und wird danach immer mit einer 6. Klasse zusätzlich fest als Pflichtunterricht etabliert. 24 Kinder, die in zwei Gruppen von jeweils drei Betreuern angeleitet werden, sind am Start. Nach zwei Jahren können sie den Jüngstensegelschein erwerben. Für die Nutzung der Boote (Optimisten, C55, Feva RS) inklusive Vereinsmitgliedschaft müssen Eltern 25 Euro monatlich zahlen.

Schulleiter Markus Eckert freute sich, dass seine Schützlinge nunmehr Neuland betreten werden, das Teamgeist, soziales Miteinander und Verantwortungsbewusstsein fördere. „Mit dem Revier in Fahrensodde steht eine tolle Möglichkeit zur Verfügung, sich mit Wind und Wellen vertraut zu machen.“ Es sei ein Dienst für die gesamt Region, fügte Sonja Hafner an. Sie versprach, allen Mut zusammenzunehmen und auch in das Element einzutauchen. „Ich werde es lernen, ich verspreche es!“ Ob der Schulleiter dem Beispiel folgen werde, ließ er offen: „Diese Idee“, sagte Markus Eckert, „stößt auch bei mir auf Türen, die weit offen sind.“ Immerhin.


Auf der Doppelseite Schulübersicht in der Dienstag-Ausgabe hatte sich beim Schulprofil der AVS ein Fehler eingeschlichen: aus Orientierungsstufe wurde Oberstufe. Zu den fünf Profilen in der Orientierungsstufe gehören neben Segeln: Streicher, Musical, Segeln, Akrobatik, Werken.

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