Flensburg : Segelboot im Yachthafen Sonwik gesunken

Das Segelschiff ist etwa fünf Meter gesunken. Foto: Sörensen
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Das Segelschiff ist etwa fünf Meter gesunken. Foto: Sörensen

Ein 14 Meter langer Zweimaster ist im Flensburger Yachthafen Sonwik gesunken. Durch eine Ölsperre wird verhindert, dass auslaufender Kraftstoff sich ausbreitet.

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22. Juli 2013, 12:54 Uhr

Flensburg | Am Samstagmorgen gegen 8 Uhr wurden die Anwohner des Yachthafens Sonwik in Flensburg durch einen lauten Knall geweckt. Von einem Zweimaster am Steg F ragten nur noch die Mastspitzen aus dem Wasser. Das etwa 14 Meter lange Segelboot war in seiner Box auf ungefähr fünf Meter Wassertiefe gesunken und brechende Festmacherleinen hatten den Knall verursacht. Der Eigner hatte am Freitag noch an seinem 50 Jahre alten Holzboot gearbeitet und wollte es in eine Werft überführen.
Die Wasserschutzpolizei ließ den Bereich mit einer Ölsperre einschlängeln. Da etwa 500 Liter Kraftstoff an Bord waren und bereits Kraftstoffblasen an die Oberfläche treten, bereitete sich das THW auf eine Bergung des 22 Tonnen schweren Bootes mittels Hebesäcken vor.

Bergung vorerst abgebrochen

Die Bergungsversuche wurden am späten Nachmittag abgebrochen. Die Hebekissen, die dem THW zur Verfügung standen reichten von der Hebekraft nicht aus um das rund 22 Tonnen schwere Segelschiff an die Oberfläche zu bringen. Die daraufhin angeforderten Hebekissen standen am Sonntag noch nicht zur Verfügung. Man geht davon aus, dass die Einsatzkräfte des THW am Montag mit der Bergung beginnen können. Dann sollen Hebekissen der Bundeswehr mit bis zu 40 Tonnen Tragkraft an der Einsatzstelle zur Verfügung stehen. Damit sich der auslaufende Kraftstoff nicht weiter ausbreiten kann, wurde noch eine zweite Ölsperre angebracht
Für die freiwilligen Einsatzkräfte des THW wird es ein langer Tag werden. Die Einsatzleitung geht davon aus, dass die Bergung und das anschließende auspumpen des Schiffes vermutlich den ganzen Tag andauern kann. Nach dem Heben und abpumpen des Wassers soll die Yacht abgeschleppt werden und mit Hilfe eines Kranes aus dem Wasser gehoben werden. Die Ursache für das Unglück ist noch nicht geklärt. Die Wasserschutzpolizei geht von einem technischen Defekt aus.

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