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Himmelfahrt 2017 : Segel setzen zur Rumregatta in Flensburg

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Das größte Treffen der Gaffelsegler in Nordeuropa jährt sich zum 38. Mal. Alles zum Programm und Veranstaltungen.

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erstellt am 22.Mai.2017 | 11:32 Uhr

Flensburg | Von Donnerstag, 25. Mai bis Sonntag, 28. Mai, findet in Flensburg wieder die jährliche Rumregatta statt. Seit der Erstauflage 1980 hat sich das Gaffelsegler-Treffen zur beliebtesten und größten Veranstaltung dieser Art gemausert. Inzwischen kommen rund 100 bis 120 Schiffe sowie knapp 30.000 Besucher zu dem maritimen Volksfest.

Die Rumregatta weist auf die Tradition der Stadt Flensburg als Rumstadt hin. Handelsschiffe fuhren im 18. Jahrhundert von Flensburg aus zu den dänischen Kolonien in die Karibik, wo das Zuckerrohr angebaut wurde. An der Förde wurde daraus Rum hergestellt. Von einst über 20 Rumhäusern besteht heute nur noch das Rumhaus A.H. Johannsen in der Marienstraße.

Start ist am Donnerstag wie immer in Kapplen. Seit über 30 Jahren geht es auf der Heringsregatta von der Schlei nach Sonderburg (Dänemark). Dort startet am Freitag (26.) die „Flensburg Fjord Regatta“ nach Flensburg. Am Samstag (27.) findet dann die eigentliche Rumregatta statt. Von Flensburg geht es rund um „Tonne 8“ in der Förde.

Das Programm im Detail

Donnerstag, 25. Mai
  • 10.45 Uhr: Auslaufparade zur 31. Heringsregatta in Kappeln
  • 12 Uhr: Eröffnung des Gaffelmarktes in Flensburg
  • 15 Uhr: Ankommen der Schiffe in Sonderburg
Freitag, 26. Mai
  • 9 Uhr:  Skipperbesprechung am Butt
  • 11.30 Uhr: Start der „Flensburg Fjord Regatta“ von Sonderburg aus
  • 17 Uhr: Ende der Regatta vor Flensburg (zwischen Tonne 11 und 12)
  • 12 Uhr: Start der Lüttfischer Regatta, Klassenrennen der Sjekten/Smakkedreikampf. Anschließend Preisvergabe.
  • 15 Uhr: Ausstellungseröffnung „painting at rumregatta“ von Marie Vaughn im Schifffahrtsmuseum Flensburg
  • ab 15 Uhr: „Open Ship“ unter dem historischen Kran am Museumshafen
  • 19 Uhr: Skipperempfang mit anschließender Preisvergabe der 11. „Flensburg Fjord Regatta“ im Schifffahrtsmuseum
Samstag, 27. Mai
  • 9 Uhr: Skipperbesprechung auf der „Gesine“
  • 11 Uhr: Start der 38. Rumregatta in der Wasserslebener Bucht
  • 16.30 Uhr: Ende der Regatta
  • ab 17 Uhr: „Open Ship“ unter dem historischen Kran
  • 18.30 Uhr: Preisvergeudung auf der „Gesine“
  • 19.45 Uhr: öffentliche Probe des Gaffelorchesters
  • 21.30 Uhr Platzkonzerte und Skipper-Party im Gaffelzelt
Sonntag, 28. Mai
  • 18 Uhr: Offizieller Schluss der Rumregatta

Der Gaffelmarkt

Zum Fest gehört der Gaffelmarkt am Bohlwerk. Dort lassen sich Traditionshandwerker, Kunst- und Kulturaktivitäten, Musik auf Augenhöhe, viele Kleinigkeiten und Leckereien finden. Was man auf dem Markt erleben kann: Traditionshandwerk aus nächster Nähe, Knotenmacher, Seiler, Schmied, Buddelschiffbauer, Drechselworkshop, Musikinstrumentenbauer und viele weitere Angebote. Das Programm für die kleinen Besucher: Basteln, Musikinstrumente bauen, drechseln und Buddelschiffe vom Stapel lassen.

Die Regatta

Rainer Prüß, Miterfinder der Rum-Regatta, bei der legendären „Preisvergeudung“ am Samstagabend. Er war mal wieder erfinderisch.
Rainer Prüß, Miterfinder der Rumregatta, bei der legendären „Preisvergeudung“ im Jahr 2014. Foto: Marcus Dewanger
 

Die Rumregatta ist eine unernste eher familiäre Fahrt unter dem Wahlspruch: „Lieber heil und Zweiter, als kaputt und breiter. Dabei sein ist alles!“ Tatsächlich geht es bei der Regatta nicht darum, als erster durchs Ziel zu segeln. Nur der Zweitplatzierte erhält eine Riesenbuddel Rum. Der erste Platz wird mit einem symbolischen und in der Regel eher wertlosen Preis ausgezeichnet. Auch Sonderpreise winken für...

  • ...eine ausgezeichnete Restaurierung.
  • ...ein originalgetreues Fahrzeug, das möglichst dicht am historischen Ursprung ist.
  • ...die Erhaltung eines kulturhistorisch besonders bedeutsamen Schiffes.
  • ...eine ausgezeichnete seemannschaftliche Leistung.
  • ...einen besonderen Stilbruch, wenn beispielsweise eklatante Fehler im Gesamtbild des Schiffes erkennbar sind.

Die Schiffe

Die „Eye of the Wind“ ist wieder in Flensburg zu Gast.
Die „Eye of the Wind“ ist wieder in Flensburg zu Gast. Foto: Imago/Thomas Zimmermann

Eine Hauptattraktion ist die 1911 auf der C.H. Lühring Werft in Brake (Niedersachsen) gebaute „Eye of the Wind“, die auch bei der diesjährigen Rumregatta vorbeischauen wird. Mit ihren roten Segeln ist die Brigantine weithin erkennbar. Sie ist 40,23 Meter lang und knapp sieben Meter breit.

Der Schoner „Martha“ lief am 7. Februar 1900 vom Stapel und ist auch in diesem Jahr wieder bei der Rumregatta dabei. Der 32,80 Meter lange Zweimaster belegte im vergangenen Jahr den zweiten Platz bei der Regatta.

Auch das Plattbodenschiff „De Albertha“ ist 2017 wieder mit von der Partie. 1891 in Hoogezand (Niederlande) gebaut, ist der 33 Meter lange Einmaster Stammgast in Flensburg.

Impressionen aus dem vergangenen Jahr

Weitere Infos: rumregatta.de

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