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Segel-Nachwuchs-Projekt : Seebeine für Flensburgs Kinder

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Stadtwerke, SBV und Nospa starten das Projekt „Nauti-Kids“ – ein (fast) kostenloses Sommer-Segelcamp für Kinder zwischen sieben und 14 Jahren.

Drei kommunale Wirtschafts-Leuchttürme wollen die Jugend aufs Wasser bringen. Die Stadtwerke, der Selbsthilfe-Bauverein und die Nord-Ostsee-Sparkasse stellten gestern ein gemeinsames Projekt für den Segel-Nachwuchs vor: die „Nauti-Kids“. In der letzten Woche der großen Ferien (28. August bis 2. September) haben Kinder zwischen sieben und 14 Jahren die Chance, mit professioneller Betreuung das Segeln zu lernen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

„Wir wollten etwas Nachhaltiges und Langfristiges schaffen“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Maik Render. Und da die Förde nun einmal prägend für Flensburg sei, kam dieses komplett neue Angebot dabei heraus. Ab sofort können sich alle Flensburger Kinder online für das Sommersegelcamp anmelden (www.nautikids.de). 120 Plätze sind zu vergeben, es gilt die Reihenfolge der Bewerbungen, so Peer Holdensen, Unternehmenssprecher der Stadtwerke.

Wer dabei sein will, muss früh aufstehen. Jeden Tag um 7.30 Uhr treffen sich die Teilnehmer an der Hafenspitze, von dort aus geht es nach Glücksburg-Quellental zur Hanseatischen Yachtschule, die gemeinsam mit vielen Segelvereinen an der Förde Kooperationspartnerin der Nauti Kids ist.

Die größte Segelschule Deutschlands und die Yachtclubs stellen für das Camp mehr als 70 Ausbildungsboote inklusive Schwimmwesten, 20 Begleitboote und über 20 Segellehrerinnen und -lehrer. Die DLRG übernimmt die Sicherung des Unterrichts auf dem Wasser. Natürlich sollen die Kinder möglichst viel Zeit im Boot auf dem Wasser verbringen. „Unser Augenmerk war daher auch besonders stark auf die Sicherheit gerichtet“, so Nospa-Chef Thomas Menke. „Auf fünf, sechs Kinder kommt ein Betreuer. Die haben alles im Blick.“ Sollte das Wetter nicht mitspielen, ist für ein Landprogramm gesorgt.

Zum Segeln geht es immer um 9 Uhr aufs Wasser, von 12.30 bis 14 Uhr ist Mittagspause, dann ist von 14 bis 17 Uhr wieder Segelausbildung angesetzt. Um 17.30 Uhr geht es zurück nach Flensburg, für Verpflegung und Transportmittel ist gesorgt; die Camp-Teilnehmer werden über die Hanseatische Yachtschule versorgt, die jährlich über 3000 junge Menschen und Erwachsene aus- und fortbildet. Für das komplette Paket müssen die Teilnehmer nur einen Anerkennungsbeitrag von 25 Euro zahlen.

Die drei Unternehmen lassen sich das Kindervergnügen einen fünfstelligen Betrag kosten. Für die drei Initiatoren ist es jetzt erst einmal wichtig, den Verlauf des ersten Segelcamps zu analysieren. „Das ist ein ambitioniertes Projekt. Wir müssen uns auch erst herantasten“, so Render. „Vielleicht brauchen wir mehr als eine Woche, vielleicht können wir auch mehr als 120 Kinder mitnehmen – das muss man alles sehen. Auf jeden Fall wollen wir dieses Projekt langfristig im Ferienkalender verankern.“ Wer sich den Wind um die Nase wehen lassen und Salzwasser schmecken will, sollte sich beeilen. Die Seite wurde gestern freigeschaltet, und es sind schon ohne Werbung die ersten Meldungen eingegangen.

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erstellt am 28.Feb.2017 | 06:30 Uhr

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