Ostseebad Flensburg : Schwimmrunde endet tödlich

Mitglieder der DLRG fanden den leblosen Körper des Schwimmers in der Flensburger Förde, nachdem sie die Wasseroberfläche und den Boden abgesucht hatten.
Mitglieder der DLRG fanden den leblosen Körper des Schwimmers in der Flensburger Förde, nachdem sie die Wasseroberfläche und den Boden abgesucht hatten.

Ehefrau alarmiert Rettungskräfte, als ihr Mann nicht mehr auftaucht. Der 78-Jährige kann nur noch tot geborgen werden.

shz.de von
31. Juli 2015, 07:41 Uhr

Tragischer Zwischenfall bei der morgendlichen Schwimmrunde: Ein 78-jähriger Mann, der regelmäßig mit seiner Ehefrau und anderen Menschen am Strand von Ostseebad badet, ist gestern ums Leben gekommen. Wie jeden Morgen wollte die Gruppe von der Badebrücke aus in Richtung des Ruderclubs Flensburg schwimmen. Doch an der dritten von fünf Bojen, die den Nichtschwimmer- vom Schwimmer-Bereich trennen, ging der Mann plötzlich unter und tauchte nicht wieder auf. Die Ehefrau und die anderen Schwimmer gingen sofort aus dem Wasser und alarmierten gegen 6.15 Uhr den Rettungsdienst. „Es waren mindestens drei Personen im Wasser“, ist sich Einsatzleiter Rainer Blaas sicher.

Die Berufsfeuerwehr kam mit dem Hilfeleistungszug, einer Tauchergruppe, dem Notarzt und einem Rettungswagen zur Unfallstelle. „Auch die DGzRS aus Langballig, die schnelle Einsatzgruppe der DLRG und die Wasserschutzpolizei waren vor Ort“, sagt Blaas.

Die Rettungskräfte suchten gemeinsam die Wasseroberfläche nach dem Mann ab, die Taucher waren unterhalb der Oberfläche im Einsatz. Die DLRG war mit Sonartechnik an Bord ihres Bootes unterwegs, um den Mann unter Wasser aufzuspüren. Nach eineinhalb Stunden fanden die Kräfte den Vermissten etwa 500 Meter entfernt von der Stelle, an der er zuletzt gesehen wurde. Durch die Strömung war der Körper bis in die Hafeneinfahrt getrieben. Ein Arzt an Bord des DLRG-Bootes konnte nur noch den Tod feststellen, nachdem der 78-Jährige an Bord geholt worden war. Als Unfallursache schließt Blaas Ertrinken aus, denn dann „wäre der Körper untergegangen“. Da der Mann jedoch an der Wasseroberfläche trieb, hält der Einsatzleiter der Feuerwehr einen Schlaganfall oder Herzinfarkt für wahrscheinlich.

Für die Einsatzkräfte war es gestern Morgen ein tragischer und belastender Einsatz, auch wenn ein solcher Unfall zum Tagesgeschäft gehört. „Zu der Zeit waren fast keine Menschen unterwegs, die den Unfall mitbekommen haben“, erklärt Blaas und spielt damit auf die Schaulustigen an, die immer öfter Fotos von Unfällen machen im Internet verbreiten.

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