Westerholz : Schwimmnudel statt Neoprenanzug

Die kleinen Schwimmschüler und ihre Ausbilder neben der Badebrücke am Strand von Westerholz.
Die kleinen Schwimmschüler und ihre Ausbilder neben der Badebrücke am Strand von Westerholz.

Anfänger und Fortgeschrittene nehmen am Ferienkurs für Kinder am Strand von Westerholz teil. Das Angebot läuft noch bis 17. August.

shz.de von
04. August 2018, 12:30 Uhr

Westerholz | Seit zwölf Jahren verbringt Maren Pippel aus Halstenbek mit ihrer Familie den Sommerurlaub auf dem Campingplatz am Strand in Westerholz. Der wird in der Ferienzeit von freiwilligen Helfern der DLRG bewacht. Deren Mitglieder bieten zudem Ferienschwimmkurse an. Dabei kamen in den Vorjahren wegen der Kälte mehrfach Neoprenanzüge zum Einsatz. „Das“, so Pippel, „ist diesmal nicht nötig“. 24 Grad Celsius Wassertemperatur bieten beste Bedingungen für ihre Tochter Jule, die an der Schwimmausbildung teilnimmt. Die Siebenjährige kann schon ein wenig schwimmen, aber für das „Seepferdchen“ muss sie – neben einem Sprung ins Wasser – immerhin eine Strecke von 25 Meter schwimmende zurücklegen.

Insgesamt 14 Kinder haben das Angebot der Rettungsschwimmer angenommen und nehmen an dem Schwimmkurs teil. Einige von ihnen, wie Jule, können schon etwas schwimmen und trainieren nun dafür, die Bedingungen für das „Seepferdchen“ zu erfüllen. Andere müssen mit den Grundlagen ganz von vorne anfangen und üben mit Hilfe langer „Schwimmnudeln“, die für ein bisschen zusätzlichen Auftrieb sorgen.

Marieke Barnekow, Anna Lienau und Paul Groebler von der DLRG-Gliederung im Amt Langballig sind dabei Aufsicht und Ausbilder zugleich. Neben dem „Seepferdchen“ wird im Rahmen des Kurses auch das Jugendschwimmabzeichen Bronze abgenommen.

Die sechsjährige Sunna Maikowski brauchte anfangs etwas Zuspruch, bevor sie ins Wasser ging, war sie dort doch bereits einmal von einem Krebs am Fuß gezwackt worden. Nachdem Lienau ihr ordentlich Mut gemacht hat, legt sie ihre Vorbehalte ab.

Anschließend, als die am Vortag erläuterten Baderegeln abgefragt werden, weiß sie bestens Bescheid: „Nicht bei Blitz und Donner ins Wasser, nicht in unbekannte Gewässer springen und immer im durch Bojen begrenzten, für Schwimmer reservierten Bereich bleiben.“

Das Ferienschwimmen am Strand von Westerholz findet montags bis freitags von elf bis zwölf Uhr statt und endet am Freitag, 17. August. Solange können sich immer noch Interessenten melden. Auch während der Ausbildungszeiten ist die Rettungsaufsicht nicht nur in Westerholz, sondern auch in Langballigau sichergestellt. Über den Zentralen Wasserrettungsdienst der DLRG vermittelt, wird die örtliche DLRG-Mannschaft gegenwärtig durch drei Kameraden aus Marsberg in Ostwestfalen verstärkt.

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