Feuer in Flensburg : Schwerverletzter nach Großfeuer in Gartenkolonie

Drei Gartenlauben brannten lichterloh.
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Drei Gartenlauben brannten lichterloh.

Alarm in einer Flensburger Kleingartenkolonie: Mehrere Gartenlauben brennen lichterloh, eine Person ist verletzt. Ein Video von den Löscharbeiten.

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26. Juni 2014, 12:15 Uhr

Flensburg | Einem Großbrand in einer Gartenkolonie unweit der „Flens-Arena“ auf dem Flensburger Campus sind am Donnerstagmittag insgesamt sechs Gartenlauben zum Opfer gefallen. Ein 64-jähriger Mann, der sich bei Brandausbruch in einer der Lauben aufgehalten hatte, erlitt schwere Brandverletzungen.

Mehrere Notrufe gingen gegen 11.40 Uhr in der Leitstelle Nord in Harrislee ein. Die Anrufer berichteten von einem Feuer in einer Gartenkolonie. Bereits kurze Zeit später wies eine rund 20 Meter hohe Rauchsäule den Einsatzkräften den Weg. Bei Eintreffen der Feuerwehr brannten bereits drei Gartenlauben lichterloh. Die Feuerwehr und der alarmierte Rettungsdienst übernahmen zunächst die Versorgung des schwer verletzten Kleingärtners, der nach Angaben von Einsatzleiter Carsten Herzog Verbrennungen an Gesicht und Händen erlitten hatte. Er wurde in Begleitung des Notarztes in ein Krankenhaus eingeliefert. Inzwischen wurde der Mann per Hubschrauber ins Lübecker Uniklinikum geflogen.

Die Löscharbeiten gestalteten sich indes schwierig. Das Feuer breitete sich aufgrund der dichten Bebauung der hölzernen Gartenlauben, die teilweise direkt aneinander gebaut waren, und die Trockenheit immer weiter aus. Zudem drehte während der Löschmaßnahmen der Wind, wodurch das Feuer noch weitere Gartenhäuser erfasste. Nach Angaben von Carsten Herzog brannten insgesamt sechs Gartenlauben völlig nieder – ob es durch die enorme Hitzestrahlung auch Schäden an weiteren Gebäuden gibt, ist zur Zeit noch unklar.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung, die in Richtung Bahnhof und Innenstadt zog, sperrte die Polizei die Straße Munketoft während der Löscharbeiten teilweise voll und leitete den Verkehr um. Anwohner wurden aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Die Löscharbeiten wurden zusätzlich durch die unzureichende Löschwasserversorgung erschwert. „In direkter Nähe gibt es nur einen Hydranten“, erklärt Carsten Herzog. Dieser lieferte jedoch nicht ausreichend Wasser. Um die Versorgung sicherzustellen, wurde mit einem Tanklöschfahrzeug im Pendelverkehr weiteres Wasser an die Brandstelle gebracht. Zudem wurden zwei Freiwilligen Feuerwehren zur Unterstützung und zum Aufbau einer Wasserversorgung zum nächstgelegenen Hydranten alarmiert, über 40 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Während der Löscharbeiten blieb die Campusallee gesperrt, um den Einsatzfahrzeugen Zufahrt zu gewähren.

Nach ersten Erkenntnissen soll durch einen technischen Defekt Gas aus einem Gaskühlschrank ausgetreten sein und sich entzündet haben. Zeugen sollen einen Knall gehört haben, andere berichten von einer Explosion. Die Kriminalpolizei nahm noch während der Löscharbeiten die Ermittlungen zur Brandursache auf.

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