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Flensburger Tageblatt

14. Dezember 2017 | 07:41 Uhr

Schwerer Tag für Bus- und Bahnfahrer

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Wie der Sturm die Pläne der Reisenden durcheinanderwirbelte – neue Großschäden aber ausblieben

shz.de von
erstellt am 07.Dez.2013 | 07:30 Uhr

Am Morgen nach „Xaver“ stehen in Flensburg vor allem Bus- und Bahnfahrer auf dem Schlauch. An der Bushaltestelle Dr.-Todsen-Straße am Südermarkt wundern sich im Morgengrauen Wartende, die Richtung Mürwik fahren wollen, dass kein Bus kommt. Kein Wunder: Aufgrund gleich zweier stark beschädigter Dächer und Firstfassaden ist die Passage hier lebensgefährlich. Doch noch fehlt der Hinweis von Busbetrieben oder TBZ. Eine Stunde später hat die Polizei beide Seiten der Todsen-Straße mit rot-weißem Flatterband komplett gesperrt. Schon am späten Abend hatte „Xaver“  an einem Haus die Spitze des Backsteingiebels heruntergerissen, an einem andere zahlreiche Dachziegel abgedeckt.

Zwei junge Polizisten versuchen den Abschnitt vor unvernünftigen Fußgängern zu sichern, die sich selbst in Lebensgefahr bringen: „Die Ignoranz der Bürger macht uns schwer zu schaffen“, seufzt einer der beiden genervt. Dann zeigt er zu dem großen Backsteinbau auf der Westseite der Dr.-Todsen-Straße und ergänzt: „Genau dort, wo die Frau jetzt geht, hat die Feuerwehr eben erst lose Backsteine weggeklopft.“

Am Bahnhof heißt das Zauberwort an diesem Freitag Schienenersatzverkehr: So schlimm wie nach „Christian“, als es dreieinhalb Tage dauerte, bis mehr als 70 Bäume von der Strecke Flensburg – Neumünster geräumt waren, soll es diesmal nicht kommen. Wer nach Neumünster oder Hamburg möchte, musste zunächst sehen, dass er in einen Bus vom Bahnhofsvorplatz nach Schleswig kommt. Die Strecke sollte in den Abendstunden wieder frei sein, teilte die Hamburger Bahnpressestelle gestern am späten Nachmittag mit. Auch auf der Kiel-Strecke gibt es nach wie vor Ausfälle und Verspätungen. Auch das Bahnhofsgebäude selbst hat auf der rechten Seite Schläge einstecken müssen. Etliche Ziegel sind heruntergekommen und der Gehweg davor ist abgesperrt.

Auch andere öffentliche Gebäude waren betroffen. An der Goetheschule kamen Ziegel herunter. Der Bereich wurde sicherheitshalber abgesperrt. Auch am St.-Jürgen-Platz/Ecke Bismarckstraße  sind Dachziegel herabgerutscht. Bei den Städtischen Museen hat es erneut Schäden an den Dächern gegeben, so dass sie gestern aus Sicherheitsgründen noch nicht öffneten. Nach schneller, fachgerechter Beseitigung der Sturmschäden versprach Stadt-Sprecher Clemens Teschendorf ab heute   wieder regulären Betrieb. Indessen wurde das Sporthallenverbot fürs Wochenende wieder aufgehoben. Mit Ausnahme der Schulturnhalle der AVS sind alle Turnhallen ab sofort wieder freigegeben.

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