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Flensburger Tageblatt

20. August 2017 | 08:05 Uhr

Tarp : Schulverband wird aufgelöst

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Gesetzesänderungen und freie Schulwahl: Das Gremium ist nicht mehr zeitgemäß.

Tarp | Als der Schulverband Tarp-Jerrishoe am 23. November 1967 gegründet wurde, gab es dafür eine ganze Reihe guter Gründe: Die Kinder aus Jerrishoe besuchten in Tarp die Grundschule und weiterführende Bildungseinrichtungen. Auch standen in den folgenden Jahrzehnten die Tarper Kindergärten den Jerrishoer Kindern offen. In dieser Zeit wurde das Schulzentrum gebaut und es war angedacht, möglichst die Kinder aus weiteren Gemeinden in Tarp zu beschulen und diese Gemeinden in den Schulverband mit aufzunehmen. Mittlerweile hat es zahlreiche Gesetzesänderungen gegeben und es gibt die freie Schulwahl. „Ein Schulverband hat sich entbehrlich gemacht“, stellt Horst Rudolph, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Oeversee fest.

„Wir beabsichtigen, zum 1. Januar 2018 den Schulverband Tarp-Jerrishoe aufzulösen“, stellte nun Schulverbandsvorsteher Hans-Werner Johannsen in einem Informationsgespräch, an dem außerdem die Bürgermeister Heike Schmidt aus Jerrishoe und Peter Hopfstock aus Tarp sowie die Leitenden Verwaltungsbeamten Rudolph und Klaus-Dieter Rauhut vom Amt Eggebek teilnahmen, um die Öffentlichkeit über den Schritt zu informieren. Alle Beteiligten betonten, dass es immer eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit gegeben habe. Im Schulverband war Tarp mit sieben und Jerrishoe mit fünf Gemeindevertretern vertreten.

In der Gemeindevertretung Jerrishoe und in den Fraktionen der Gemeinde Tarp sei der Vorschlag zur Auflösung bereits diskutiert und einmütig für sinnvoll befunden worden. Ein Auflösungsvertrag wird nun von der Verwaltung vorbereitet. Für die betroffenen Personen vom Personalrat bis zu den Mitarbeitern werde sich nichts ändern. Nach dem 1. Januar werden die Verantwortlichkeiten des Schulverbandsvorstehers zusätzlich auf den Bürgermeister der Gemeinde Tarp übergehen. „Dann werde ich 49 Personen ehrenamtlich betreuen“, so Hopfstock. Dafür werde es für Außenstehende übersichtlicher, denn der Bürgermeister ist dann einziger Verantwortlicher und Ansprechpartner.

Klaus Dieter Rauhut bezeichnete die Auflösung als „nachvollziehbar und richtig“. Durch Gesetzesänderungen habe sich das Konstrukt erübrigt. Bürgermeister Hopfstock betonte, dass die beiden Gemeinden weiterhin gut verknüpft bleiben werden. Dies zeige sich bei den Vereinen wie Sozialverband, den Landfrauen und Kindergärten. „Das soll auch so bleiben“. Auch die Nutzung der Sportstätten und anderer Einrichtungen werde künftig einfacher, wenn es nur noch einen Ansprechpartner gebe. Im Übrigen bedeutet diese Lösung für Gemeinde Tarp keine Mehrkosten – denn Aufwendungen seien bisher schon ausschließlich von Tarp getragen worden.

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