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Schulen und Vereine können Sporthallen wieder nutzen

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Spürbare Erleichterung bei Schulen und Vereinen: Die seit Wochen als Domizil für durchreisende Flüchtlinge genutzten Sporthallen der Gemeinschaftsschule West und der Hannah-Arendt-Schule werden wieder freigegeben. Die dort entstandenen Schäden sind geringer als erwartet. „Das bewegt sich in einem überschaubaren finanziellen Rahmen“, sagte auf Anfrage Michael Draeger, Chef der Kommunalen Immobilien.

Am 9. September begann die große Flüchtlingswelle auf Flensburg zuzurollen. Täglich strandeten immer mehr Asylsuchende am Bahnhof. Und nicht immer war eine Weiterfahrt über Dänemark nach Schweden möglich. Die Stadt organisierte einen Bereitschaftsdienst für die Sporthallen an der Friesischen Lücke, in denen Nacht für Nacht bis zu 500 Menschen untergebracht waren. „Unser Ziel war es, die Hallen nach den Herbstferien, wieder freizugeben“, sagte Draeger. Doch diese Hoffnung erwies sich als trügerisch.

Am 21. November erst war mit dem früheren Möbelmarkt „Carry“ an der Liebigstraße ein neues Nachtquartier gefunden worden. Dort konnte man die Kapazitäten durch Doppelstockbetten weiter erhöhen.

Doch ein neues Problem tat sich auf: Der Hallenboden in der Gemeinschaftsschule West war durch das ständige Wegrücken der Feldbetten in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Schäden in der Hannah-Arendt-Schule – noch erheblicher! Michael Draeger bestätigt das: „Wir mussten zunächst von einer kompletten Bodenerneuerung ausgehen.“

Am gestrigen Donnerstag informierte die Stadt alle Beteiligten über den aktuellen Sachstand: Die Bau- und Reinigungsarbeiten in den gesperrten Hallen „unter enormem Einsatz der beteiligten Fachfirmen und Kollegen“ könnten in Kürze abgeschlossen werden. Heißt: Die Nutzung der Sporthalle der GemS West ist ab sofort wieder möglich, ab morgen gilt das Gleiche für die Hannah-Arendt-Schule.

TSB-Geschäftsstellenleiterin Imke Blossei atmet durch: „Wir sind ja immer nur vertröstet worden.“ Die Sparten und Gruppen hätten sich Ausweichquartiere suchen müssen oder seien zusammengelegt worden. „Für so viel Verständnis, Geduld und Solidarität kann man nur danken.“


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erstellt am 04.Dez.2015 | 00:32 Uhr

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