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Verschmelzung : Schulen sollen eine Einheit werden

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Einrichtungen in Gelting und Kieholm sollen zusammenarbeiten, um die beiden Standorte zu erhalten.

shz.de von
erstellt am 17.Mai.2013 | 07:25 Uhr

Gelting | Auf seiner letzten Sitzung vor der Kommunalwahl packte der Amtsausschuss Geltinger Bucht ein heißes Eisen an. Es ging dabei um den Erhalt der Grundschulstandorte in Gelting und Kieholm. Hinter verschlossenen Türen hatte sich tags zuvor ein Gremium in Anwesenheit der Schulrätin mit dieser Problematik beschäftigt. Angesichts der sinkenden Zahl der Schulanfänger (und der Geburten) sieht auch das Kieler Bildungsministerium vor dem nächsten Schuljahr Handlungsbedarf. Das heißt: Wohl oder übel soll es zu einer organisatorischen Verschmelzung beider Grundschulen kommen, wovon die Geltinger Einrichtung offenbar profitieren würde.

Einen entsprechenden Antrag hatte die Gemeinde Gelting prompt dem Amtsausschuss vorgelegt. Amtsvorsteher Hans-Walter Jens und andere Mandatsträger vertraten die Auffassung, eine so komplizierte und weitreichende Entscheidung bedürfe einer ohne Zeitdruck geführten Beratung. Demgegenüber plädierte der Rabenholzer Bürgermeister Jörg Theet-Meints für eine Sofortabstimmung, weil sonst in den Reihen der Lehrkräfte die Unruhe und Ungewissheit über die Zukunft unzumutbar in die Länge gezogen werde.

Der Geltinger Bürgermeister Uwe Linde zeigte sich jedoch mit dem Beschluss zufrieden: In der zweiten Sitzung nach der Neuformierung des Amtsausschusses wird eine Entscheidung gefällt.

Beschlossen wurde schon jetzt eine gravierende Änderung der Hauptsatzung. Danach gibt es ab der nächsten Legislaturperiode auf Amtsebene nur noch einen Schulausschuss statt bisher drei, der dann für vier Grundschulen und die Gemeinschaftsschule in Sterup zuständig ist. Die politische Verantwortung für Kindertagesstätten wird vom Amt auf die Gemeinden übertragen.

Festgeschrieben wird zudem, dass vier Mitglieder des Amtsausschusses aus Gelting, Hasselberg, Steinbergkirche und Sterup sowie sieben Mandatsträger und fünf Stellvertreter aus den übrigen Gemeinden dem künftigen Schulausschuss angehören. Bei den Stellvertretern ist im Einsatzfall eine personelle Rotation geplant, so dass keine der 16 amtsangehörigen Gemeinden ohne Bezug zum Schulwesen bleibt. Der Ausschuss wird ermächtigt, Ausgaben im Rahmen der Haushaltsplanung bis 10 000 Euro zu genehmigen.

Zur Ergänzung der energetischen Sanierungsmaßnahmen am Schulgebäude in Gelting bewilligte der Ausschuss 15 000 Euro. In den Sommerferien sollen Fenster und Fassaden an der Ostseite der Schule erneuert werden. Mit etwa 75 000 Euro wird die Dachsanierung der dem Amt gehörenden Wohnanlage Nr. 2 in der Geltinger Ostlandstraße veranschlagt. Bürgermeister Helmuth Meyer aus Rabel, Vorsitzender des Bauausschusses auf Amtsebene, erläuterte das Sanierungsprogramm, das erst 2017 abgeschlossen werden kann.

Mit einem Zuschuss von 15 000 Euro beteiligt sich das Amt an den Kosten für öffentliche Toiletten im geplanten Neubau des Feuerwehrhauses in Kieholm.

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