Fridtjof-Nansen-Schule : Schule mit Leitbild – und einem neuen Schulleiter

Der Leuchtkreis als Markenzeichen: Fabian Halbe, neuer Leiter der Flensburger Gemeinschaftsschule, vor dem Gebäude an der Elbestraße.
Der Leuchtkreis als Markenzeichen: Fabian Halbe, neuer Leiter der Flensburger Gemeinschaftsschule, vor dem Gebäude an der Elbestraße.

Die Fridtjof-Nansen-Schule profitiert von einer Gesetzesänderung und hat mit Fabian Halbe einen neuen Chef.

shz.de von
11. Juli 2015, 08:30 Uhr

Flensburg | Seit gestern hat die Fridtjof-Nansen-Schule ein neues Leitbild – und seit 1. März auch wieder einen offiziellen Schulleiter. Er ist in Flensburg und vor allem an der Schule ein guter Bekannter: Fabian Halbe, 47, seit 2001 an der Schule, seit Beginn des Schuljahres kommissarischer Schulleiter. Damit endet vermutlich eine fünfjährige Periode mit vielen Wechseln an der Spitze; Halbe selbst hatte im Schuljahr 2012/2013 schon einmal kommissarisch die Schule geleitet.

Damals ging noch nicht, was heute möglich ist: Eine so genannte Hausberufung. Bis in die jüngste Vergangenheit konnten sich Lehrer nicht auf Schulleiterstellen an ihrer eigenen Schule bewerben. Das hatte sicherlich gute Gründe, nicht zuletzt sollten mit einer neuen Person auch neue Ideen an eine Schule gebracht werden. Halbe vermutet, dass er der erste Pädagoge in Schleswig-Holstein ist, der von einer Änderung im Schulgesetz profitiert. Hausberufungen sind jetzt möglich, im August 2014 wurde die Stelle ausgeschrieben, nachdem der Amtsvorgänger nach nur einem Jahr an der früheren IGS das Handtuch geworfen hatte. Nachdem Gründungsschulleiter Jochen Arlt 2010 in Ruhestand gegangen war, kam Wilfried Loßack an die Elbestraße – und folgte 2012 dem Ruf der damals neuen Wissenschaftsministerin Waltraud Wende als Staatssekretär nach Kiel.

In den letzten Jahren sei Schritt für Schritt nahezu die gesamte Schulleitung ausgetauscht worden, berichtet Fabian Halbe; dies sei einer der Gründe dafür gewesen, sich ein neues Leitbild zu geben. „Vor dem Hintergrund neuer Herausforderungen müssen wir eine Schulentwicklung betreiben, die Hand und Fuß hat“, so Halbe.

„Es gab den Wunsch, dass wir uns unserer Grundprinzipien, Schwerpunkte und Ziele versichern.“ Das sei unter anderem, „dass wir ein Angebot für alle Leistungsniveaus bereit stellen und dass sich alle Personengruppen an der Schule mit Wertschätzung und Respekt begegnen.“ Das selbstständige Lernen und das Lernen in Projekten bleibe Schwerpunkt. Die Fridtjof-Nansen-Scbule habe große Qualitäten, die gelte es, weiter zu entwickeln.

Herausforderungen seien in verstärktem Maße die Inklusion und die Unterversorgung mit Lehrkräften. Wie andere Schulen auch habe man zu wenig Förderlehrkräfte.

Fabian Halbe ist verheiratet, hat zwei Kinder, lebt in Maasbüll und schnürt sich nach der Schule gern als erstes die Laufschuhe.

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