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Glücksburgs Grundschule : Schule auf Reformkurs

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Glücksburgs Grundschule wird seit einigen Jahren saniert und pädagogisch neu ausgerichtet.

shz.de von
erstellt am 30.Mai.2013 | 07:21 Uhr

Glücksburg | Es ist ein langer Weg, den die Grund- und Förderschule Glücksburg zurücklegt. Am Ende aber wird sie sich frisch renoviert, energetisch besser ausgestattet und vernetzter zeigen, wie Schulleiterin Meike Thiermann (43) auf Nachfrage unserer Zeitung sagt. Derzeit besuchen 104 Schüler das Haus am Kegelberg. Thiermann steht sieben Kollegen vor, die in Voll- oder Teilzeit unterrichten. Schulköchin, Hausmeister, drei Mitarbeiter der Betreuten Grundschule und sechs ehrenamtlich tätige Paten vervollständigen das Team. Die Volkshochschule, das Stadtarchiv, die Betreute Grundschule, der evangelische Kindergarten und die Musikschule nutzen das Haus.

Seit fünf Jahren wird an dem u-förmigen Gebäude gebaut. Die schuleigene Küche ist neu. Dort kocht Elke Jürgensen für die knapp 40 Kinder der Betreuten Grundschule mit regionalen Produkten. Die Turnhalle hat einen neuen Fußboden erhalten, an den Umkleiden wird gearbeitet. Der Trakt mit Fachräumen und VHS ist zum Hof hin mit neuen Fenstern bestückt, die Fassade saniert worden. Voraussichtlich im Sommer erhalten auch die Klassenräume neue Fenster und Fassaden. Die Stadtvertretung segnete in ihrer letzten Sitzung die Aufträge ab. "Die Stadt hat viel in den vorigen Jahren gemacht", lobt Thiermann, weist aber auf Verzögerungen bei der Sanierung hin. In fast jedem Unterrichtsraum gibt es höhenverstellbares Mobiliar und zeitgemäße Tafeln. "In der Ausstattung sind wir gut davor", sagt die Schulleiterin.

Bei der pädagogischen Ausrichtung hätte sich einiges getan, berichtet sie. "Der Unterricht ist sehr viel offener und individueller geworden." Das sei möglich, weil die Erstklässler schon bekannt seien. Sie besuchen das Haus vor der Einschulung, und die Klassenlehrer gehen in den Kindergarten. Die Schüler lernen früh, Verantwortung zu übernehmen. Ab der 3. Klasse übernimmt jeder die Patenschaft für einen Abc-Schützen und gibt sie erst mit dem Schulwechsel wieder ab.

In den Klassen bestehen feste Lerngruppen. "Dadurch herrscht mehr Ruhe", sagt die Schulleiterin. Das sei für erfolgreiches Lernen wichtig, "da immer mehr Familien aufbrechen". Bei der Ausrichtung hat Thiermann vor allem zwei Ziele: "Wir wollen neben dem reformpädagogischen Ansatz nicht nur auf das Leben, sondern auch auf die weiterführenden Schulen vorbereiten", betont sie und weist auf Theater- und Segelgemeinschaft aber auch auf Verbindungen zur dänischen Schule in Glücksburg und vielen anderen in Skandinavien hin. Mit Kollegen der weiterführenden Schulen in Flensburg besteht eine Arbeitsgruppe, in der Unterrichtsinhalt besprochen wird. Zudem gebe es Gegenbesuche der Klassenlehrer.

Für das nächste Schuljahr liegen Thiermann 22 Neuanmeldungen vor. Insgesamt werden 96 Schüler die Bildungseinrichtung ab August besuchen. Das sind acht Schüler weniger als bisher. "Das ist der demografische Wandel", erklärt Thiermann. Jörg Keyser, Kollege in Munkbrarup, freut sich 2013 zwar über Zuwachs, bestätigt aber den Trend: "In den vergangenen zwei bis drei Jahren haben wir etwa 20 Schüler verloren."

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