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Tarp : Schützen rüsten ihren Schießstand auf

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der Verein sparte zwölf Jahre lang für die Modernisierung – Unterstützung gab es unter anderem vom Landessportverband.

Tarp | Die Mitglieder des Schützenvereins Tarp von 1905 freuen sich über die Umrüstung von fünf 50 Metern Kleinkalibergewehrständen auf elektronische Anzeigen. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 17  300 Euro, 387 ehrenamtliche Arbeitsstunden wurden ebenfalls investiert. „Damit haben wir eine der modernsten und am besten ausgestatteten Schießanlagen in Norddeutschland“, sagt der zufriedene und stolze Vereinsvorsitzende Wolfgang Treptow.

Vor Jahrzehnten war das Gebäude des Schützenvereins die erste Indoor-Sportstätte in Tarp, direkt am ersten Sportplatz, dem „Brusdeylinsplatz“ gelegen. Geturnt wurde seinerzeit auf dem Fußboden, ein Barren und zwei Tische waren erste Sportgeräte. Als dann um 1960 herum eine erste kleine Kreissporthalle, ab 1972 dann die erste große Turnhalle mit Tribüne gebaut wurde, war die Baracke frei und wurde Heimstätte für den aufstrebenden Schützenverein. Im Laufe der Jahre wurde aus- und angebaut, eine erste Luftgewehr-Schießanlage erstellt. Zusätzlich wurde gegraben – weitere Schießstände für Pistole und Kleinkaliber entstanden teilweise unter der Erde. Das alles unter tatkräftiger Mithilfe der engagierten Vereinsmitglieder.

„Vor zwölf Jahren bei einer Rückfahrt von einer Landesmeisterschaft, bei der auf „Elektronik“ geschossen wurde, da kam uns die Idee, dass wir so etwas auch in Tarp haben müssten“, erinnert sich Wolfgang Treptow. Das Investitionsvolumen für die 25 Luftgewehrstände wurde mit 70  000 Euro errechnet. „Das war nicht aufzubringen“, sagt Treptow.

Aber der Gedanke war geboren. Die Idee wurde immer wieder nachgerechnet, Anträge wurden gestellt und es wurde geträumt. 2010 wurden erst einmal vier Stände für 15  000 Euro mit eigenen Mitteln gebaut. Das führte zu einem Mitgliederzuwachs und einer höheren Auslastung. Bereits 2011 wurden weitere vier und 2012 weitere sieben Anlagen installiert. Eine Schützenschwester spendete den Umbau einer Anlage komplett.

Im Jahr 2013 war es dann geschafft, alle 25 Luftgewehrstände waren nach 900 Arbeitsstunden auf elektronische Anzeige umgerüstet. Seitdem finden dort Landesmeisterschaften und das Pokalschießen des Norddeutschen Schützenbundes statt. Auch haben sich die Leistungen der Tarper Schützen verbessert, die Mitgliederzahl ist von 98 auf 126, davon acht Jugendliche, angestiegen.

Nun ist im vorerst letzten Schritt in Rekordzeit der Kleinkaliberstand umgerüstet worden. Vor zehn Monaten beschlossen war begonnen worden, Zuschussmöglichkeiten auszuloten und Anträge zustellen. Die Schützen erhielten vom Landessportverband 3450 Euro, von der Gemeinde 9841 Euro und steuerten 4000 Euro aus Eigenmitteln bei., Damit waren die erforderliche Summe beisammen. Dann meldeten sich für drei Wochen einige Mitglieder zu Hause ab, gruben Gräben, verlegten Kabel und schlossen die Elektronik an.

„Wir von der Gemeinde haben die Schützen gerne unterstützt“, sagt Bürgermeister Peter Hopfstock. So habe die Anlage weiter modernisiert und aufgewertet werden können. „Unsere Schützen haben eine solche Sportstätte verdient“, sagt der Bürgermeister.

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