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Termin in der Staatskanzlei : Schüler zum Interview im Landeshaus

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Comeniusschüler gewannen beim Kieler Gespräch mit Ministerpräsident Torsten Albig interessante Erkenntnisse über den Alltag eines Ministerpräsidenten

shz.de von
erstellt am 13.Apr.2014 | 10:00 Uhr

So hatten sich Jakoub, Mohammed und Dimitrios den Interviewtermin in der Kieler Staatskanzlei ganz bestimmt nicht vorgestellt. „Der kam cool mit zwei Bodyguards“, erzählt Zehntklässler Jakoub und erinnert sich besonders an den schönen Ausblick auf die Kieler Förde. „Ich habe zwar nicht das luxuriöseste Büro“, erklärte Ministerpräsident Torsten Albig den Gemeinschaftsschülern aus der Flensburger Nordstadt – „aber das mit der besten Aussicht.“

Dass an der Comeniusschule Radio gemacht wird, ist in Flensburg noch gar nicht so bekannt. Die Idee zu dem Schulradio entstand vor anderthalb Jahren während eines Seminars „Fit für Mitbestimmung“ auf dem Scheersberg. Mit dem Schulradio wollten die Jugendlichen auch mit dem Stadtteil im Flensburger Norden stärker ins Gespräch kommen und auch über die Schule das Viertel stärker mitgestalten, berichtet Lehrer Jens Koll, der an der Comeniusschule die Angebote der offenen Ganztagsschule koordiniert: „Wer gestalten will, muss informiert sein, was um einen herum geschieht und der muss über geplante Aktionen oder Missstände andere informieren, um Mitstreiter zu aktivieren“, sagt er. Dafür schien ihnen das Radio eine ideale Plattform zu bieten.

Das Schulradio ist seitdem Bestandteil des Schüler-Clubs im Nachmittagsangebot der Schule. „Jeden Donnerstag machen wir Musik“, verrät Jakoub. Und was sonst gesendet wird? „Auf jeden Fall nix mit Beleidigungen“, sagen die Schüler bestimmt. Langfristig soll ein Internetradio entstehen. So sind bereits Straßenumfragen entstanden, auch Stadtpräsidentin wurde für „CS-Joy“ schon befragt.

Nach einem Kurzbesuch an der Schule bei Torsten Albigs Sommertour im vergangenen Juli durfte das Radioteam mit 16 Fünft- bis Zehntklässlern nun zum Interview in die Staatskanzlei.

Aileen zum Beispiel befragte den Regierungschef zum bereits mehrfach ausgezeichneten Fußballprojekt „Mädchen kicken cooler“. Dabei räumte Albig ein: „Frauenfußball fand ich früher komisch.“ Das habe sich aber geändert, und das Comeniusprojekt finde er gut, weil es den Teamgeist und das Soziale fördere.

Die ersten Fragen zum Thema Schule durfte Jakoub stellen. Welche Schulfächer er am besten und wichtigsten fand? „In jedem wichtigen Fall hatte ich schon mal eine Fünf gehabt“, gestand der Ministerpräsident – glücklicherweise nicht überall gleichzeitig und am Ende gar nicht mehr, woraus Albig ableitete: „Du darfst nicht immer aufgeben, wenn es mal nicht läuft.“ Und dann will Jakoub unbedingt noch wissen: „ Was war Ihr Hass-Fach?“ Das sei lange Zeit Englisch gewesen, weil er mit dem Lehrer über Jahre nicht klargekommen sei.

Schließlich testete Achtklässlerin Röyala das Allgemeinwissen des Ministerpräsidenten: Warum ein Polarbär weiß sei, wollte sie von Albig wissen. Keine Antwort. Ihre Lösung: Dann könne er sich gut tarnen. Doch Albig entgegnete, dass der Eisbär doch so stark sei und gar keine Tarnung nötig habe.

Was Jakoub an Albig vor allem beeindruckte: „Das ist ein ganz normaler Mensch, nicht so der hochnäsige Mann.“

 

Das Interview soll ab kommender Woche auf der Homepage der Schule abrufbar sein.

 

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