zur Navigation springen

Altes Gymnasium Flensburg : Schüler werden Stammzellenspender

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Oberstufenschüler lassen sich als Spender im Kampf gegen Blutkrebs registrieren

shz.de von
erstellt am 16.Dez.2016 | 11:22 Uhr

„Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein“ – die Deutsche Knochenmark-Spenderkartei (DKMS) kam gestern ins Alte Gymnasium. Mit großem Interesse nahmen die Schüler der Oberstufe an der Aktion teil und stellten etliche Fragen zum Thema. Eingeleitet wurde der Spendentag mit einem Vortrag von DKMS-Vertreterin Jessica Bönemann. Sie führte die Schüler an das Thema Blutkrebs und Stammzellenspende heran und klärte die Voraussetzungen wie Mindestalter, Mindestgewicht und Krankengeschichte. So können sich Schüler mit 17 Jahren registrieren lassen, dürfen aber erst ab dem Alter von 18 Jahren spenden. Inga (16) ist noch nicht alt genug, möchte sich aber nach ihrem 17. Geburtstag eine Registrierung der DKMS zukommen lassen.

Die zwei Flensburger Nico Nissen (20) und Erdogan Serkan (23) haben von ihren Spendenerfahrungen berichtet und den Schülern erzählt, wie sie sich bei der Stammzellentnahme gefühlt haben.

Im Rahmen des Biologieunterrichts setzen sich die Oberstufenschüler derzeit mit Genetik auseinander. Somit passt die Spendenaktion für Biologiefachleiter Jens Rode sehr gut in den Unterricht. „Außerdem würden die Schüler herausgefordert, Verantwortung zu tragen, um hinterher vielleicht Leben zu retten“, meint Rode.

Die Schüler, die dem Schulsanitätsdienst angehören, haben freiwillig beim Registrieren geholfen. Personalien der potenziellen Spender wurden aufgenommen und ihre Voraussetzungen geprüft. Mit jeweils einem Wattestäbchen pro Seite wird für eine Minute über die Innenseite der rechten Wange und dann über die der linken Wange gestrichen. „Das ganze verläuft relativ unspektakulär, geht schnell und ist schmerzlos“, sagt ein Schüler und ermutigt jeden, sich ebenfalls registrieren zu lassen.

Pro Neuregistrierung fallen Kosten von 40 Euro an. Die Schüler haben bereits vorher Firmen aus der Region angesprochen mit der Bitte, die Aktion finanziell zu unterstützen.

Abdullah Al-Badri (18) hat sich ohne zu zögern in der Datenbank aufnehmen lassen: „Ohne die Aktion hier in der Schule wäre ich wahrscheinlich gar nicht darauf gekommen, sowas zu machen. Ich würde eigentlich alles machen, um zu helfen, so lange meine eigene Gesundheit es mitmacht.“

> Informationen unter www.dkms.de

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen