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Flensburger Tageblatt

22. August 2017 | 13:43 Uhr

Schüler setzen Zeichen gegen Ausgrenzung

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Anti-Mobbing-Tag: 300 Kinder und Jugendliche demonstrierten auf dem Rathausplatz

„Kinder und Jugendliche werden tagtäglich durch anders aussehende Frisuren, Kleidung oder sogar besondere Leistungen in den Schulen ausgegrenzt.“ Mit mahnenden Worten eröffnete Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar den 5. Anti-Mobbing-Tag Schleswig-Holsteins. Und fügte hinzu: „Probleme werden nur gemeinsam gelöst, indem man sich mit Mut für Mitmenschen einsetzt und Probleme anspricht.“

Rund 300 Kinder und Jugendliche verschiedener Flensburger Schulen versammelten sich gestern, um gegen Mobbing ein deutliches Zeichen zu setzen. Deren Lehrer und schulische Sozialarbeiter hatten dieses Problem bereits häufig im Schulunterricht thematisiert und dementsprechend vorbereitet. So hingen an den Bäumen selbst gebastelte Hände verschiedener Farben mit verfassten Wünschen und Appellen an die Mitmenschen.

„Wir stehen zusammen, ob Deutsche, Türken oder Afrikaner“, lautet eine der Aufschriften. Im Zuge dieser Schulstunden geht es einer Sozialarbeiterin der Cornelius-Hansen-Skolen zufolge um Aufklärung und Prävention, um Mobbing die Stirn zu bieten.

Vor dem Rathaus haben die Schüler diese Botschaft ganz offensichtlich verstanden. „Gegen Mobbing!“, brüllten fünf Mädchen lachend vor dem selbst gemalten Plakat mit der Aufschrift: „Wir halten zusammen gegen Mobbing; Schüler und Schülerinnen der Gems West“.

In der Stadt organisierte das Kinder- und Jugendbüro mit der Schulsozialarbeit die einstündige Feier auf dem Rathausplatz. Für laute, zum Thema passende Musik war gesorgt, um mit pinkfarbenen Papierblättern und den schnell vergriffenen „Anti-Mobbing-Armbändern“ ein buntes Bild abzugeben. „Es geht uns darum, dieses Thema auf der Straße zu präsentieren und auch Passanten damit zu konfrontieren“, erläuterte Christian Ide vom Kinder- und Jugendbüro.

Die markanten Armbänder sollen den Kindern dazu dienen, etwas von dem Tag mitzunehmen, um auch zu Hause über Mobbing nachzudenken. Langfristig soll sich Toleranz in den Köpfen der Schüler entwickeln“, sagte Ide.

Ein 16-jähriger Schüler berichtete vor dem Rathaus, dass Mobbing immer noch ein aktuelles Thema sei: „In der Schule werden häufig Mädchen mit hässlichen Klamotten oder halbstarke Jungs gehänselt. Theoretisch müssten viel mehr junge Menschen auf diesem Platz jetzt Flagge zeigen.“

Schülerin Lara Wolff hatte für ihre Abwesenheit einen guten Grund – sie wurde als eine Siegerin des Plakatwettbewerbes von dem Land Schleswig-Holstein in Kiel für ihre Leistung geehrt. Damit hatte sie ihren Teil zum Anti-Mobbing-Tag beigetragen, während vor dem Rathaus die Versammlung mit einem warmen Gratis-Getränk langsam ausklang.

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erstellt am 03.Dez.2015 | 10:56 Uhr

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