Ausbildung in Flensburg : Schüler schnuppern in die Arbeitswelt

Info direkt von den Azubis: Rune-Birger Gürr von den Stadtwerken, Anja Simonsen aus dem sh:z-Medienhaus, Marec Thomsen von der Fahrzeugbau-Gesellschaft, Lauritz Bilski von der Stadt Flensburg und Christina Sürdt von mr.net.
Info direkt von den Azubis: Rune-Birger Gürr von den Stadtwerken, Anja Simonsen aus dem sh:z-Medienhaus, Marec Thomsen von der Fahrzeugbau-Gesellschaft, Lauritz Bilski von der Stadt Flensburg und Christina Sürdt von mr.net.

Job-Watching feiert Jubiläum: Im zehnten Jahr laden Flensburger Unternehmen Schulabgänger in ihre Häuser.

shz.de von
29. Mai 2015, 11:15 Uhr

Kaum ist die Azubi-Messe Nordjob zu Ende, wartet schon die nächste Chance für junge Leute zur Berufsorientierung in Flensburg. Zehn große Flensburger Ausbildungsbetriebe und drei wichtige Institutionen der Stadt öffnen am Nachmittag des 18. September für fünf Stunden jeweils von 15 bis 20 Uhr ihre Betriebs- und Werkstore zum Berufegucken – neudeutsch „Job-Watching“. Von den Stadtwerken im Norden bis zu „Doppelherz“-Hersteller Queisser Pharma und den IT-Experten der mr.net-group in der Südstadt, von den Anlagenbauern Anthon und Krones im Flensburger Westen bis zu Versatel und dem Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag auf der Ostseite – insgesamt 35 verschiedene Berufe können die 13 Teilnehmer präsentieren, die zusammen 120 Ausbildungsplätze zu besetzen haben.

Dann können Jugendliche in Ausbildungswerkstätten schnuppern, unter Anleitung selbst aktiv werden: „Azubis sind die ersten Ansprechpartner, dann kann man auf Augenhöhe miteinander reden“, sagt Ausbildungsleiter Eckhard Hansen von den Stadtwerken. Wer möchte, kann auch die Bewerbungsunterlagen zum Überfliegen mitbringen.

Es ist sogar ein kleines Jubiläum, das die Job-Watching-Ausbildungsbetriebe um Hansen, einen der Erfinder der Flensburger Aktion feiern können. Nach dem Auftakt 2006 ist es in diesem Jahr das zehnte Mal, in dem die Betriebe sich zum Anfassen vorstellen. Neben der Stadt und den Stadtwerken waren damals wie heute schon FFG, Mitsubishi, Krones, Queisser und Versatel dabei – seinerzeit aber auch noch Motorola und Danfoss. Mit Arbeitsagentur, Kraftfahrt-Bundesamt, Steuerberatern, Anthon, mr.net und dem Medienhaus sh:z hat sich das Angebot mittlerweile deutlich verbreitert. Die Idee: Je besser die Ausbildungsplatzbewerber informiert sind, desto weniger sind sie überrascht, was auf sie zukommt.

Die konzertierte Aktion von zehn renommierten Ausbildungsbetrieben richtet sich vor allem, aber nicht nur an den vorletzten Jahrgang der weiterführenden Schulen in und um Flensburg. Da die Veranstaltung im September unmittelbar nach Schuljahresbeginn startet, hätten auch die frischen Abschlussklassen noch die Gelegenheit, sich nach diesem Einblick in die Unternehmen zu bewerben, findet Eckhard Hansen von den Stadtwerken. Eine andere Personalreferentin nennt den Hintergedanken der handverlesenen Ausbildungsbetriebe: „Wir wollen die Leute aus der Region hier haben und hier halten.“

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