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Flensburger Tageblatt

26. September 2017 | 14:51 Uhr

Projekt : Schüler lernen auf dem Bauernhof

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Auf dem Andresen-Hof in Wees testet die Universität mit Hohlwegschülern ihr Projekt „Landwirtschaft zum Anfassen“

shz.de von
erstellt am 11.Apr.2014 | 18:00 Uhr

Dauerregen und ein wolkenverhangener Himmel. Keine optimalen Voraussetzungen für einen Klassenausflug zum Bauernhof. Doch die 15 Drittklässler der Hohlwegschule sind dennoch guter Dinge. Fröhlich stapfen die Kinder ganz gespannt über den matschigen Boden des Hofes von Stephanie und Sönke Andresen in Wees.

Statt der Klassenlehrerin Kerstin Ohlhöft sind es heute zehn Studenten der Universität, die den Jungs und Mädchen sagen, was zu tun ist. Genauer gesagt: zehn Masterstudenten im Fach Sachunterricht. Sie haben den Hof der Andresens im vergangenen Semester mehrfach besucht und dabei Übungsmaterial für Grundschüler zusammengestellt. Ihr Projekt „Landwirtschaft zum Anfassen“ wird nun mit den Hohlwegschülern in der Praxis getestet.

In den Arbeitsbögen geht es hauptsächlich um Kühe – und die Frage, woher kommen eigentlich Milch, Quark und Käse? Im Laufe des Vormittags erforschen die Schüler mehrere Stationen auf dem Hof. Sie werfen einen Blick in den Kälberstall, begutachten die Melkstation und die Fütterung der Kühe und Bullen. Mitglieder der Studentengruppe stehen dabei mit Rat und Tat zur Verfügung. Beim Melkversuch an einer Kuh-Attrappe dürfen die Drittklässler schließlich selbst Hand anlegen.

Hausherrin Stephanie Andresen begleitet den kleinen Tross aus Schülern und Studenten den gesamten Vormittag über. Sie und ihr Mann stellen den Hof der Familie in Wees seit fünf Jahren für Klassenausflüge zur Verfügung.

Biologin Elisabeth Voß-Isenbeck ist an der Universität Flensburg verantwortlich für die Betreuung der Masterstudenten im Fach Sachunterricht und hat das Projekt „Landwirtschaft zum Anfassen“ mitorganisiert. „Ich will erreichen, dass angehende Lehrer den Wert solcher Ausflüge erkennen. Was die Schüler hier am eigenen Leib erfahren, ist durch nichts zu ersetzen“, sagt die Projektleiterin. Am Ende des Besuches sind die Grundschüler allesamt begeistert und haben Einiges dazugelernt. Für viele war es das erste Mal auf einem Bauernhof. Justin, neun Jahre, sagt stellvertretend für seine Mitschüler, es habe ihm „total toll gefallen“. Am Ende hatte es sogar aufgehört zu regnen.

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