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Flensburger Tageblatt

25. November 2017 | 12:39 Uhr

Schüler entwickeln den E-Chopper

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

An der Käte-Lassen-Schule werden spannende Projekte zum Thema „Nachhaltigkeit“ angeboten

shz.de von
erstellt am 29.Jun.2015 | 13:07 Uhr

Im Klassenzimmer wird eifrig gefeilt, geschraubt und gebohrt. Das Projekt „E-Chopper“befindet sich auf der Zielgeraden und soll dieses Schuljahr noch abgeschlossen werden – dementsprechend sportlich ist der noch verbleibende Zeitansatz für die Endmontage.

Vor einem halben Jahr haben sich die Schüler der 10. Klasse des Technikunterrichts an der Käte-Lassen-Schule für dieses Projekt entschieden. Philipp sagt: „Unser Klassenlehrer Herr Barkow hat uns am Anfang drei Projekte zur Auswahl gestellt, davon sah das Fahrrad am coolsten aus, und die praktische Arbeit macht am meisten Spaß.“ Und Leah ergänzt: „Mich interessiert wie ein Pedelec (Pedal Electric Cycle) funktioniert und ich will auch andere Leute motivieren, mehr Fahrrad zu fahren.“

Das Projekt fügt sich in eine ganze Reihe von Schulprojekten der Käte-Lassen Schule unter dem Motto „Nachhaltigkeit“ ein. Nicht nur für die Schüler ist der E-Chopper ein echter Hingucker, auch auf der New Energy Messe in Husum wurde der E-Chopper bereits bestaunt und Claas Barkow berichtet über viel positives Feedback. Für die Schüler sei dies ein zusätzlicher Ansporn gewesen.

„Ein Pedelec“, erklärt Leah, „unterstützt den Fahrer nur, solange der in die Pedale tritt, die Höchstgeschwindigkeit beträgt dabei maximal 25 Kilometer pro Stunde.“ Das ist eine wichtige Einschränkung, denn nur unter diesen Rahmenbedingungen ist das Pedelec nach der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung ein Fahrrad und darf überhaupt von Schülern gefahren werden. Denn darum geht es am Ende. Die Schule will den fertigen Chopper als Bestpreis für besonders herausragende Schülerleistungen − den sogenannten „Käte Award “ − ausloben und zur Verfügung stellen. Die besondere Anforderungen an den E-Chopper beschreibt Philipp: „Wir mussten den Sattel stützen und hatten wenig Platz für den Akku und auch den Anspruch, die Technik möglichst zu verstecken.“

Jetzt steht noch die Endmontage an. Und welche Erwartungen stellt man an die erste Fahrt? Leah: „Eine Mischung aus Freude und Unsicherheit, ob das alles so funktioniert, wie es soll.“ Philipp ist sich dagegen sicher: „Das klappt schon.“

Das Projekt wurde bereits von Profis entdeckt, die Firma Promovec hat der Schule die Technik gesponsert und unter anderem den Regler und den Akku bereitgestellt. Es ist aber mit der Fertigstellung des E-Choppers noch nicht zu Ende. Zum einen soll darüber noch ein Film entstehen, zum anderen hat Klassenlehrer Claas Barkow den nächsten Schritt für das neue Schuljahr bereits fest im Blick: „Wir wollen eine Solarladestation für den E-Chopper bauen.“ Die Schule ist auch hier auf der Suche nach einem oder mehreren Sponsoren.

gruene-kaete@gmx.de

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