Schultheater-Wettbewerb : Schüler auf den Brettern, die die Welt bedeuten

Erster Preis für eine Mordsgeschichte: Juror Holger Heitmann (am Pult) zeichnet die 7. Klasse der Bruno-Lorenzen-Schule aus.
Erster Preis für eine Mordsgeschichte: Juror Holger Heitmann (am Pult) zeichnet die 7. Klasse der Bruno-Lorenzen-Schule aus.

Die Pogge van Ranken-Stiftung vergibt zum 13. Mal ihre Förderpreise an erfolgreiche Theaterproduktionen.

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11. Juli 2014, 15:00 Uhr

Walter Pogge van Ranken, der aus dem Baltikum stammende Schriftsteller, wäre in diesem Jahr 101 Jahre alt geworden. Die nach ihm und seiner Frau Margarethe benannte Stiftung ist immerhin schon 13 Jahre alt, und genau so lange gibt es den Pogge van Ranken-Schultheaterwettbewerb. Jetzt wurden auf der Bühne der Flensburger Theaterschule zum 13. Mal Geldpreise und Urkunden an besonders gelungene Beispiele für Schultheater vergeben.

Ensembles aus Flensburg, Schleswig, Husum und Apenrade wurden in diesem Jahr ausgezeichnet, dazu junge Musiker aus Satrup und eine Sängerin aus Flensburg. „Der Schultheaterwettbewerb ist für die Grundlagen da“, erläuterte Stiftungsvorstand Carsten Ribbrock bei der Preisverleihung. Darauf folgt für interessierte Kinder- und Jugendliche ein Kurs an der Theaterschule – für Ribbrock „eine gute Alternative zu Sportvereinen oder Musikschule“. Und wer sich sogar für eine Berufsausbildung als Schauspieler, Tänzer oder Musiker entscheidet, kann bei der Stiftung ein Stipendium beantragen. Derzeit werden vier Stipendiaten gefördert, einer davon sogar in den USA.

Theater-Arbeitsgemeinschaften, Kurse im noch jungen Fach Darstellendes Spiel oder auch einfach nur eine Klasse bewerben sich regelmäßig beim Schultheaterwettbewerb. Regelmäßig unter den Preisträgern sind seit Jahren das Deutsche Gymnasium für Nordschleswig in Apenrade und die Domschule in Schleswig. Die hat sich von den Gedenktafeln für die im 1. Weltkrieg gefallenen Schüler und Lehrer zu einer hoch aufwendigen Szenenfolge inspirieren lassen, die Hintergründe und Ereignisse im Vorfeld des Kriegsausbruchs beleuchtet – 1. Preis! Bei Punktgleichheit verdienten sich auch die Apenrader für ihr zeitgenössisches Stück „Einige Nachrichten an das All“ diesen Preis.

Die sechsköpfige ehrenamtliche Jury hat sich in der abgelaufenen Spielzeit 15 Theaterstücke zwischen Husum und Sonderburg angeschaut und bewertet und am Ende die Sieger gekürt. Beim 14. Wettbewerb, der im September beginnt, sollen die kurzen Szenefolgen der Kurse „Darstellendes Spiel“ als neue Kategorie aufgenommen werden.

Die Gewinner 2014

Schauspiel Mittelstufe: 1. Bruno-Lorenzen-Schule Schleswig, „Mord in Queen’s Garden“. 2. Dannewerk-Schule Schleswig, „Liebe Jelena Sergejwena“

Musiktheater Mittelstufe: 1. Altes Gymnasium Flensburg, „Das Gespenst von Canterville“

Schauspiel Oberstufe: 1. Deutsches Gymnasium Apenrade, „Einige Nachrichten an das All“. 1. Domschule Schleswig, „Sommer 1914“

Musiktheater Oberstufe: 1. Theodor-Storm-Schule Husum, „Hin und Weg“. 2. Waldorfschule Flensburg, „Bach“

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