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Schreiben aus Leidenschaft: Zehn Jahre Autorentreff

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Flensburger Hobby-Schriftsteller sind am 3. September mit einer Lesung zu Gast im sh:z-Medienhaus

Jutta Dethlefsen hat schon als Schulmädchen immer gern geschrieben – damals in Quickborn. „Am liebsten gleich den Aufsatz für die Sitznachbarin mit“, erinnert sie sich und muss dabei über ihren kindlichen Schreibeifer lachen. Sie ist eines der Gründungsmitglieder des Flensburger Autorentreffs, der Mitte des Jahres das zehnjährige Jubiläum und damit eine kleine Erfolgsgeschichte feierte. Am 3. September ist die Gruppe mit einer öffentlichen Lesung zu Gast im sh:z-Medienhaus an der Fördestraße.

Hans-Jürgen Vosgerau hat die Gruppe 2005 ins Leben gerufen; der Anfang war klein und bescheiden, zu den ersten Lesungen kamen nur fünf oder zehn Zuhörer. Und heute? „Wir sind zum festen Bestandteil der Flensburger Kulturszene geworden!“, heißt es selbstbewusst in der neuen Anthologie mit Kurzgeschichten von 14 der insgesamt 18 Autoren.

Und das stimmt: Oft sind Lesungen ausverkauft, wenn 80 bis 90 Zuhörer kommen, um die Geschichten zu hören. Gelesen wird in bekannten Flensburger Räumlichkeiten wie dem Kloster zum heiligen Geist, der Bergmühle oder an Bord der „Alexandra“, in der Bundsenkapelle und – natürlich – in der Stadtbibliothek.

Sigrid Dobat schloss sich vor drei Jahren den Flensburger Hobby-Schriftstellern an; auch sie hat schon immer gern geschrieben, kam aber als Lehrerin kaum dazu. „Ich habe Kreatives Schreiben unterrichtet“, sagt sie, „kam aber selbst kaum dazu.“ Seit ihrer Pensionierung ist das anders: Jetzt hat sie sogar einen Roman verfasst, dessen zweite Auflage demnächst auf den Markt kommt. Auch Jutta Dethlefsen hofft, ihre Buchpremiere mit Kurzgeschichten noch rechtzeitig vor Weihnachten auf den Weg bringen zu können.

Die meisten Treff-Autoren schreiben Prosa; Lyriker sind wie auf dem gesamten Buchmarkt Ausnahme-Erscheinungen. Neun von ihnen werden am 3. September im Saal des Medienhauses lesen (siehe unten). Sigrid Dobat erzählt die Geschichte einer Frau, die zu einer tragischen historischen Figur wurde: Sie gilt als erstes Opfer eines Automobilunfalls. Jutta Dethlefsen, die ihre ersten Entwürfe noch ganz traditionell mit Bleistift in Kladde schreibt, wird den Zuhörern die Begegnung einer jungen Frau mit einem alten Mann nahe bringen, der mit einem Teil seiner Persönlichkeit im Dresden der letzten Kriegsjahre lebt. Für den musikalischen Rahmen sorgt Üze Oldenburg, bekannt als Bänkelsänger des Trios „Mit voller Spielmannswucht“.

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erstellt am 27.Aug.2015 | 12:45 Uhr

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