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Ausbildung und Energie in Flensburg : Schornsteinfeger mit viel Energie

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Azubis lernen derzeit sechs Wochen bei den Stadtwerken

Ausbilder Erik Barth ist stolz auf seine 18 Schornsteinfeger und seine zwei Schornsteinfegerinnen: „Dieses Jahr gibt es zwanzig Mal Glück“, sagt er.

Der zweite Lehrgang ist mitten in der überbetrieblichen Ausbildung bei den Stadtwerken. Vergangenes Jahr – am Freitag, den 13. – und dieses Jahr am Valentinstag begrüßte Klaus Dieter Oppermann die Teilnehmer auf „historischem Boden der Stadtwerke Flensburg“. Und das im vierten Jahr in Folge.

„Man muss den wandelnden Zeiten entgegenkommen“, erklärte Erik Barth die sechswöchige außerbetriebliche Ausbildung beim Energiebetrieb. In diesen Wochen lernen die Gesellen nicht nur, dass der Strom aus der Steckdose kommt, sondern vor allem, wie er da hineingelangt.

Nach der dreijährigen Ausbildung streben die meisten Gesellen den Meisterabschluss an. Danach besteht die Möglichkeit, sich weiterbilden zu lassen, beispielsweise zum Energieberater.

Ausbilder Barth war selbst Schornsteinfeger und ist nun Energieberater, wodurch er eine gewisse Vorbildfunktion für die Lehrlinge einnimmt.

„Es geht gleich an die Praxis“, bemerkte Erik Barth bezüglich der betrieblichen Ausbildung. Außerdem findet ein zehnwöchiger berufsbildender Blockunterricht statt. „Gesellen werden gesucht“, so Barth über die guten Zukunftsaussichten der Schornsteinfeger. Vor allem Schleswig-Holstein ist ganz vorn dabei mit durchschnittlich 25 Azubis jedes Jahr. Sogar Mecklenburg-Vorpommern wirbt mit attraktiven Angeboten um unsere schwarzen Glücksbringer.

Der Beruf dürfe nicht unterschätzt werden. So lautet eine Theorie über die Glücksbringer aus dem Mittelalter: Man hat oft gestaunt, wie viel Glück die Schornsteinfeger hatten, nicht vom Dach zu fallen. Dabei genügt nicht immer Verlass auf Glück, sondern auch auf die körperliche Fitness, die von den 16- bis 30-jährigen auszubildenden Schornsteinfegern verlangt wird. „Letztes Jahr hatten wir sogar einen 53-jährigen Auszubildenden dabei“, staunte Erik Barth. In diesem Beruf werde es nie langweilig.

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erstellt am 17.Feb.2017 | 07:21 Uhr

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