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Städtebau Flensburg : Schönheitskur für eine Prachtstraße

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Städtebauförderung in Flensburg Teil 1: Die Planung der Erneuerung der Toosbüystraße begann schon 2009, der Bau erst fünf Jahre später.

Seit über 40 Jahren wird in der Flensburger Altstadt – und nicht nur dort – saniert. Was Mitte der 1970er Jahre in der Norderstraße begann, fand jetzt um die Ecke an der Toosbüystraße seine vorläufige Vollendung. Die Neugestaltung der Oberfläche dieser vielleicht prächtigsten Straße Flensburgs ist das jüngste vollendete Projekt der Städtebauförderung in Flensburg. 1,5 Millionen Euro wurden dafür ausgegeben, wovon auf die Stadt rund 37 Prozent entfielen.

In der Wahrnehmung vieler Flensburger war die Straße eine Dauerbaustelle von fast zehn Jahren. Das Sanierungsprojekt dauerte allerdings nur von Mai bis Ende 2014, wie Stefanie Hagen von der städtischen Gesellschaft für Stadterneuerung erläutert. Sie hat das Projekt betreut – und ist heute mit dem Ergebnis zufrieden.

„Das Plätzchen“ nennt sie die kleine Fläche oben an der Ecke Bergstraße. Hier fehlt noch ein Geländer, bevor die beiden Spielgeräte freigegeben werden können. Vorher war das hier eine dunkle Ecke, wo Alkoholexzesse, begleitet von entsprechender Geräuschkulisse, die Anlieger nervten. Ein Schaltkasten der Stadtwerke wurde an den Burgfried verlegt, eine Telefonzelle entfernt, der Sichtschutz durch Bäume weggenommen. „Das ist jetzt ein schönes Entree zur Straße“, sagt Stefanie Hagen.

Die Straße – nach Jahren der Flickschusterei hat sie jetzt einen schieren Asphalt, zwar 20 Zentimeter weniger in der Breite, aber intakt. Das ist lebenswichtig für Radfahrer, die hier mit hohem Tempo bergab sausen. Radstreifen oder gar -wege gab es vorher nicht und gibt es auch heute nicht. „Das gibt die Breite des Straßenraums nicht her“, beklagt Stefanie Hagen.

Durch die neuen Gehwege in gelbem Klinker hat die Straße ein viel freundlicheres Gesicht bekommen. An der Nordseite kommen die Mauern aus gelbem Granit hinzu, die den Gehweg zum Park am Hang abgrenzen und Sitzelemente aus Kunststoff haben. Die vorher hier verlaufende Rinne zur Aufnahme des Hangwassers entfällt, da der Hang hinter der Mauer drainiert wird. „Dadurch wurde der Gehweg breiter.“

Zwischen Klinkerpflaster und Granit-Bordstein sorgt ein dreireihiger Streifen aus dunkelgrauem Naturpflaster für Auflockerung, aber auch für eine bessere Orientierung für Blinde und Sehbehinderte. Die gibt es auch an den neu gestalteten Bus-Kapps. Auch die Parkstreifen sind mit Natursteinen gepflastert. Nach längerer Diskussion, auch mit den Anliegern, hat sich die Stadt bei der Beleuchtung für den Status Quo entschieden: Die Leuchten hängen hoch über der Straße an Metallbändern zwischen den Häuserfronten; im Bereich des Parks stehen drei hohe Masten für diesen Zweck. „Die üblichen Straßenleuchten hätten zu viel Platz auf den Gehwegen gekostet“, sagt Stefanie Hagen zur Begründung.

I-Tüpfelchen des Facelifts der Toosbüystraße ist die neue Litfaßsäule an der Einmündung des Rummelgangs: Die Werbesäule hat in ihrem Dach kleine Leuchten zur Illuminierung der Werbeposter.

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erstellt am 24.Apr.2015 | 08:00 Uhr

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