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Flensburger Tageblatt

11. Dezember 2017 | 02:03 Uhr

Schöner wohnen auf dem Campus

vom

Land und Universität planen Studentenwohnheim und Sportforum direkt neben der Osttangente / Privater Investor als Bauherr

shz.de von
erstellt am 09.Aug.2013 | 04:59 Uhr

Flensburg | Der Campus wächst immer weiter. Viele der über 8000 Studierenden an Universität und Fachhochschule werden künftig nicht nur in Hörsälen und Seminarräumen studieren, sondern auch auf dem weitläufigen Gelände wohnen. Neuestes Projekt ist ein Studentenwohnheim mit angeschlossenem Sportforum ganz im Osten des Campus direkt an der Osttangente.

Hier sollen rund 100 Studenten wohnen. Die Nachfrage nach dieser Form des Wohnens ist bei Studenten groß. Zum letzten Wintersemester haben sich 700 um einen Wohnheimplatz beworben, jeder zweite bekam jedoch einen Korb. Die Wohnheimquote ist in Flensburger niedriger als in anderen Hochschulstädten des Landes. Dennoch ist geplant, notfalls auch Nicht-Studenten in dem Gebäude wohnen zu lassen, jedoch höchstens zehn Prozent.

Die Fläche direkt an der Tangente, südöstlich des großen Rundkurses an der Universität, ist seit 1995 als Baufläche vorgesehen, ursprünglich für eine Erweiterung der Universität. Die ist derzeit aber kein Thema mehr, deshalb sind die Uni und das Gebäudemanagement Schleswig-Holstein (GMSH) jetzt mit einem Plan an die Stadt herangetreten: Das Land in Form der GMSH verkauft das Areal an einen noch nicht fest stehenden privaten Investor, der dann hier ein dreistöckiges Gebäude errichtet.

Die Zufahrt erfolgt über den Parkplatz neben dem Erweiterungsbau der Universität. Der frühere Plan sah eine eigene Erschließungsstraße direkt neben dem Lärmschutzwall vor; die würde aber, so steht es in der Vorlage, das Gesamtprojekt zu teuer machen.

Das Sportforum muss als eine Erweiterung des sportlichen Angebots an und in der Campushalle verstanden werden. Es soll vom Sportzentrum der Universität betrieben werden und vor allem Gerätetraining, Aerobic und Indoor Cycling beinhalten, aber auch Wellness anbieten. Externen Nutzern sollen diese Angebote gegen ein Entgelt zur Verfügung gestellt werden.

Im Planungsausschuss der Ratsversammlung, wo das Projekt jetzt vorgestellt wurde, regte sich kein Widerspruch. Dafür wurde erneut die Frage stellt, ob man nicht den VfB Nordmark mit seinem Sportplatz auf den Campus verlagern könnte - zum Beispiel auf die Fläche dieses neuen Bauvorhabens: Zur Erinnerung: Der VfB Nordmark muss sein angestammtes Areal am Bahnhof auf Grund der großen Pläne der Stadt, die hier ein innerstädtisches Wohnquartier realisieren möchte, früher oder später verlassen. Der Vorstand hatte die Idee ins Spiel gebracht, auf dem Campus einen neuen Fußballplatz zu bauen, der auch von der Uni genutzt werden könnte. "Kein Interesse, kein Bedarf", hatte die Uni geantwortet.

Und auch dem neuen Vorstoß des SSW-Vertreters Edgar Möller erteilte Chefplaner Peter Schroeders eine Absage. "Die Fläche ist ganz eindeutig im Bebauungsplan als Baufeld vorgesehen." Wenn man auf dem Campus einen neuen Sportplatz für den VfB Nordmark baue, dann in der Nähe der Campushalle. "Wir arbeiten daran", versicherte Schroeders.

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