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St. Franziskus Flensburg : Schnobbl: Schutzpatron der Kinder darf mit in den OP

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Mitarbeiter hilft Kindern, bei ihrem Aufenthalt in der neuen Hals-Nasen-Ohren-Klinik Ängste und Schmerzen zu reduzieren.

shz.de von
erstellt am 13.Feb.2017 | 05:11 Uhr

Das St. Franziskus-Hospital hat einen neuen Mitarbeiter. Er heißt Schnobbl und hilft Kindern, bei ihrem Aufenthalt in der neuen Hals-Nasen-Ohren-Klinik Ängste und Schmerzen zu reduzieren. „Ein Krankenhausaufenthalt kann bei Kindern zahlreiche Ängste hervorrufen, die zudem das Schmerzempfinden erhöhen können. Um Ängste und Schmerzen in einem erträglichen Rahmen zu halten, haben wir in Ergänzung zur konventionellen Schmerztherapie ein besonderes Konzept, das sogenannte Dolores-Konzept, eingeführt,“ erläutert Dr. Sven Bartels, Chefarzt der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde und selbst Vater zweier Kinder im Grundschulalter.

Im Mittelpunkt des Dolores-Konzepts steht die Stoffpuppe „Schnobbl,“ die während des Krankenhausaufenthaltes ständiger Wegbegleiter ist. Die Eltern werden frühzeitig in das Konzept eingebunden, sodass das Abenteuer bereits zuhause beginnt. Während eines vorbereitenden Gespräches erhalten die Eltern Informationsmaterial, ein Buch und eine CD, die die Geschichte vom „Schnobbl“ erzählt und die Zeit bis zur Operation mit Zuversicht anreichert. Bei der Aufnahme erhalten die Kinder ihre eigene „Schnobbl“-Stoffpuppe, die sogar mit in den OP-Saal darf und da ist, wenn die Kinder wieder aus der Narkose aufwachen. Im Aufwachraum werden dem Kind die bereits bekannten Lieder bei gedämpftem, farbigem Lichtspiel leise vorgespielt. Symbole aus der Geschichte tauchen im Franziskus immer wieder auf: Unter anderem in Form von Sternen, die der hilfreiche Begleiter an den Wänden hinterlässt. „Für uns ist der Schnobbl schon ein wertvoller Kollege geworden. Die Macht der Phantasie bewirkt eine Reduktion der Ängste, und der Schnobbl kann als Trostspender für unsere kleinen Patienten aktiv werden,“ sind sich Torsten König, Fachbereichsleiter der Anästhesie, und Guntram Nissen, stellvertretende Leitung der HNO-Station, einig. „Wir stärken mit dem gesamten Konzept das Vertrauen der Eltern und Kinder, was auch den Heilungsprozess positiv beeinflussen kann,“ ergänzt Chefarzt Dr. Sven Bartels.

Alle, die mit Kindern zu tun haben, insbesondere Eltern und Kinderärzte, sind herzlich eingeladen, wenn Bartels und Raimond Ehrentraut, Erfinder von Schnobbl, das Dolores-Konzept am Mittwoch, 15. Februar in der Geriatrischen Tagesklinik des St. Franziskus-Hospitals (Waldstraße 17) vorstellen. Beginn der Veranstaltung ist um 18 Uhr.

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