Schafflund : Schnelles Internet für 509 Haushalte

Verbandsvorsteher Volkert Petersen (links) mit seinen Vertretern Anja Stoetzel und Wilhelm Krumbügel.
Verbandsvorsteher Volkert Petersen (links) mit seinen Vertretern Anja Stoetzel und Wilhelm Krumbügel.

Der abgespeckte Breitband-Zweckverband im Amt Schafflund nimmt die Arbeit auf.

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24. September 2017, 16:25 Uhr

Volkert Petersen, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Schafflund, ist der Vorsteher des gerade gegründeten Breitbandzweckverbandes im Amt Schafflund. Die konstituierende Versammlung, bestehend aus jeweils zwei Vertretern der Gemeinden Böxlund, Großenwiehe, Lindewitt, Nordhackstedt und Schafflund wählte zudem Anja Stoetzel, Bürgermeisterin von Nordhackstedt, und Wilhelm Krumbügel, Bürgermeister von Lindewitt, zu seinen Stellvertretern.

Zuvor verabschiedete die Versammlung, die unter der Leitung von Rainer Albrecht von der Kommunalaufsicht zusammentrat, ihre Verbandssatzung. „Darauf haben wir sehr lange hingearbeitet“, bemerkte Holger Sönnichsen, Leiter der Bau- und Serviceabteilung im Amt Schafflund.

Ziel und Zweck des Verbandes ist es, 509 Haushalten in den Außenbereichen der teilnehmenden Gemeinden einen schnellen Internetanschluss anzubieten, da nur sie derzeit mit öffentlichen Mitteln gefördert werden. Insgesamt wird der Ausbau voraussichtlich 8,3 Millionen Euro kosten. Der Verband darf allerdings mit Zuschüssen von etwa vier Millionen Euro rechnen, die vorwiegend aus Bundesmitteln kommen. Die Maßnahme wird über 30 Jahre finanziert. Es wird davon ausgegangen, dass die Verbandsgemeinden in dieser Zeit ein Defizit übernehmen müssen. Der Anteil der Gemeinden wird über die Zahl der Adressen im Außenbereich berechnet. Lindewitt wird mit zirka 35 Prozent den größten, Böxlund mit etwas weniger als 9 Prozent den geringsten Anteil tragen. Wie hoch der Anteil in Euro dann sein wird, ist abhängig von der Entwicklung der Baukosten und der Zahl der realisierten Anschlüsse.

Der Verband rechnet damit, dass mit dem Ausbau spätestens Anfang 2019 begonnen und er nach zwei Jahren abgeschlossen werden kann. Anschließend will man sich um den Ausbau des schnellen Internets in den Ortslagen kümmern.

Der Vorsitzende Volkert Petersen wurde bevollmächtigt, unmittelbar aktiv zu werden. Er wird die Ausschreibung für die rechtliche, wirtschaftliche und technische Beratung sowie für die Auswahl der Betreiber, Planer und Tiefbauunternehmen in Gang setzen. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir unsere Aufgaben mit gemeinsamen Anstrengungen bewältigen werden“, sagte er. Auf die zunächst angedachte Einstellung eines hauptamtlichen Geschäftsführers soll verzichtet werden. Der Verband wird sich im Bedarfsfall von entsprechenden Fachbüros Unterstützung holen.

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