zur Navigation springen
Flensburger Tageblatt

23. September 2017 | 12:50 Uhr

Süderbrarup : Schnelles Internet das ganze Amt

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Das Amt Süderbrarup will einen Breitbandzweckverband gründen und alle 5640 Häuser mit WLan versorgen. Um noch Fördergelder zu bekommen müssen die Anträge schnell gestellt werden.

Süderbrarup | Das Amt Süderbrarup will kurz vor Toresschluss doch noch auf den Förderzug der Bundesregierung für den Breitbandausbau aufspringen. Um dem letzten Förderaufruf mit Frist zum 31. August nachkommen zu können, wurde ein enger Terminplan aufgestellt. Erster Schritt war eine Informationsveranstaltung aller Gemeindevertreter des Amtes im Süderbraruper Bürgerhaus. „Ein Breitbandanschluss ist Teil der Daseinsvorsorge“, erklärte Amtsvorsteher Thomas Detlefsen. Dieses Ziel sei für ihn erst dann erreicht, wenn alle 5640 Häuser des Amtes damit versorgt seien.

Und der Bedarf ist da. „Früher wollten alle Gemeinden einen Autobahnanschluss – heute wollen alle Glasfaser“, sagte Richard Krause vom Breitbandkompetenzzentrum des Landes. Und Glasfaser sei auch das, was man brauche und was man ausbauen könne.

Franz-Peter Sprung von der Firma Lan-Consult, die mehrere Glasfasernetze in der Region plant, erläuterte die Zahlen für das Amt Süderbrarup. Nach einer Ertüchtigung der Kabelverzweiger im Jahre 2012 wären noch 1420 Häuser im Amt Süderbrarup unterversorgt – das heißt, die Übertragungsrate liegt unter 30 Megabit pro Sekunde. Um diese anzuschließen, sei bei 60-prozentiger Anschlussdichte eine Investition von 9,3 Millionen Euro nötig. Durch das Förderprogramm der Bundesregierung und Pachteinnahmen aus dem Netz reduziert sich die Belastung auf 9,30 Euro jährlich pro Einwohner. Sprung empfahl die Gründung eines Zweckverbandes.

Fragen aus der Versammlung thematisierten hauptsächlich die Zukunftssicherheit des Netzes und die Verlässlichkeit der Zahlen.

„Das Finanzielle ist zu leisten“, sagte Amtsvorsteher Detlefsen. Bis zum 30. Juni sollen die Gemeindevertretungen des Amtes über die Bildung eines Zweckverbandes entscheiden. Dieser Verband soll dann Mitte Juli gegründet werden, um den Förderantrag bis Ende August abgeben zu können. Die Bagger sollen dann ab 2018 rollen. „Die Zeitfolge ist sehr sportlich“, schloss Detlefsen. Aber der Endtermin zwinge zu diesem Tempo.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen