125 Jahre FSTUG : Schnelle Helfer bei Stromausfall

Nach seiner Weiterbildung arbeitete Michael Wetzel als Projektleiter und ist nun als Teamleiter im Bereich Hardware-Engineering tätig.
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Nach seiner Weiterbildung arbeitete Michael Wetzel als Projektleiter und ist nun als Teamleiter im Bereich Hardware-Engineering tätig.

Die Staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Elektrotechnik können in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden.

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28. Juli 2015, 14:30 Uhr

Flensburg | Vor 125 Jahren wurde die Werkkunstschule Flensburg vom Möbeltischler und Bildschnitzer Heinrich Sauermann gegründet. Heute ist sie als Fachschule für Technik und Gestaltung Teil der Eckener-Schule. Zum Jubiläum stellt das Tageblatt in einer Serie die Bildungsgänge der Einrichtung vor.Heute: Elektrotechnik.

Ein Leben ohne elektrische Energie, ohne Strom? Kaum jemand kann sich das heute noch vorstellen. Egal ob am Arbeitsplatz, zu Hause oder in der Freizeit, elektrische Geräte
begleiten uns durch unseren Tag. Wie stark, wird erst deutlich, wenn es zu einem Stromausfall kommt. Als Problemlöser auf allen Ebenen sorgen Staatlich geprüfte Techniker der Fachrichtung Elektrotechnik für die reibungslose Funktion der Technik – von der Produktentwicklung bis hin zur täglichen Anwendung. Sie halten den Alltag der Bürger am Laufen.

An der Fachschule für Technik und Gestaltung in Flensburg werden interessierte Fachkräfte der Elektrotechnik mit einem Jahr Berufserfahrung als Geselle weiterqualifiziert zu Staatlich geprüften Technikern in der Fachrichtung Elektrotechnik, Schwerpunkt Energietechnik und Prozessautomatisierung.

Neben der intensiven Beschäftigung mit Microcontrollern, industriellen Steuerungsanlagen, Leistungselektronik sowie Trafos und Motoren spielen Teamfähigkeit und das eigenständige Bearbeiten komplexer Aufgaben in Form von Projekten eine zentrale Rolle. „Das gemeinsame Arbeiten an schwierigen Aufgaben hat den Teamgeist gestärkt und das kann ich jeden Tag bei meiner Arbeit unter Beweis stellen“, sagt Michael Wetzel, zunächst als Projektleiter, jetzt als Teamleiter im Bereich Hardware-Engineering der Projektabwicklung und Schaltschrankbau im weltweit operierenden Flensburger Unternehmen Bilfinger GreyLogix tätig. „Zu meinen wesentlichen Aufgaben gehören Personalführung, Controlling des Teams, Angebotserstellung, Projektleitung sowie interner Vertrieb.“ Über seine Weiterbildung in Flensburg sagt er: „Für mich war die Zeit an der Fachschule eine sehr spannende und aufregende Phase. Ich hatte das Glück, in eine sehr offene, spontane und kompetente Gruppe gekommen zu sein. Diverse Aufgaben, Referate, Ausarbeitungen hätte man alleine nie geschafft.“ Durch die Fachschule hätten sich auch tiefe Freundschaften gebildet, die bis heute anhielten. So sind vier seiner ehemaligen Schulkollegen jetzt seine Arbeitskollegen: Einer ist als Hardware-Ingenieur tätig, zwei weitere als Bauleiter oder Projektleiter im Bereich „Produktion und Technischer Service“ und ein weiterer als Spezialist im Unternehmensbereich „Industrial IT und IT-Sicherheit“. Nur fünf Beispiele für einen erfolgreichen Einstieg in die Tätigkeit als Techniker nach dem Abschluss der Fachschule für Technik und Gestaltung.

Einen ganz anderen Weg hat Karsten Hinz beschritten. Nachdem er 2008 seine Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen hatte, ist er Berufsschullehrer geworden. Die Möglichkeit, den Beruf des Fachlehrers auszuüben, hatte ihm einer seiner Lehrer an der Fachschule aufgezeigt. Nach einer Erstausbildung als Kommunikationselektroniker, acht Jahren Gesellentätigkeit bei der Marine, dort abgelegter Meisterprüfung sagt er über seine Weiterbildung: „Rückblickend war es die einzig richtige Entscheidung, den Techniker an der Fachschule zu machen. Die Schule war für mich nicht nur eine Weiterbildung, sondern aus heutiger Sicht ein echtes Karrieresprungbrett.“ Nach der Technikerprüfung für zwei Jahre bei HDW Kiel beschäftigt, wechselte er 2010 zurück an die Eckener-Schule.

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