Theaterschule Flensburg : Schmiede für Schauspieler feiert Geburtstag

Mehr Mädchen: Nachwuchs aus der Klasse 10-13 von Kerstin Thalmann agierte auf der Bühne der Theaterschule zum Jubiläum.
Mehr Mädchen: Nachwuchs aus der Klasse 10-13 von Kerstin Thalmann agierte auf der Bühne der Theaterschule zum Jubiläum.

Die Einrichtung am Adelbyer Kirchenweg besteht seit zehn Jahren. Große und Kleine feierten den Umstand mit Gästen, Clowns und natürlich zahlreichen Nachwuchs Schauspielern.

shz.de von
24. Juni 2014, 13:25 Uhr

Das Ende des Palast-Theaters ermöglichte den Anfang der Theaterschule: Vor zehn Jahren ging diese Einrichtung am Adelbyer Kirchenweg an den Start und feierte jetzt das erste runde Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür sowie einem kleinen Empfang. Im Foyer wimmelte es von geschminkten und verkleideten Kindern, der Luftraum war von Luftballonen durchsetzt.

Nachdem zwei freche Clowns mit Staubwedeln für Ordnung im Auditorium gesorgt hatten, begrüßte Clown Klaus, der Leiter der Theaterschule, die Gäste. „Das große Drama ist allen Kindern in die Wiege gelegt“, sagte Bürgermeister Henning Brüggemann, „das sehe ich jeden Tag an meiner Tochter.“ Die von der Pogge van Ranken-Stiftung gegründete Theaterschule sei ein Beispiel dafür, wie sich bürgerschaftliches Engagement langfristig bezahlt mache. Nicht jede Stadt von der Größe Flensburgs könne sich über so eine Einrichtung freuen.

Jürgen Bethge erinnerte daran, wie er mit dem ersten Stiftungsvorstand Joachim Schlüter zusammen saß und sie die Vision der Theaterschule entwickelten. Eigentlich waren andere Räumlichkeiten vorgesehen, doch als sie das leere Kino begutachteten, wussten sie: Das ist es.

Leider erwies sich der perfekte Rahmen für die Theaterschule als zu teuer, so dass schon nach wenigen Jahren der Auszug drohte. Doch dann traten private Gönner auf den Plan, und diese ermöglichen bis heute die Nutzung des Gebäudes in Jürgensby. Ihr Engagement wurde von Klaus Esch besonders hervorgehoben, großer Applaus war der Dank.

Seit Gründung hat es 1083 Anmeldungen an der Theaterschule gegeben, der 19-jährige Abiturient Jes Hansen war von Anfang an dabei und plant jetzt einen Beruf im Theaterwesen. „Viele unsere Schüler spielten bei der Pilkentafel, der NDB oder beim Landestheater. Das finde ich toll.“ Esch erinnerte zudem an das Projekt „Veggietales“ von 2008 und an den Weltrekord-Versuch im Dauervorlesen von 2009. Die Theaterschule habe sich außerdem als ein Zentrum für Amateurtheater etabliert. Ziel sei es, die Schülerzahl zu stabilisieren und die Qualität zu halten – „und mehr Jungs“ wünscht sich die Theaterschule.

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