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Flensburger Tageblatt

12. Dezember 2017 | 17:13 Uhr

Schleswig schreibt Theater-Neubau aus

vom

shz.de von
erstellt am 07.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Schleswig | Die 16,6 Millionen Euro für einen neuen Theaterbau auf dem Schleswiger Hesterberg sind noch immer nicht vollständig beisammen, dennoch hat die Stadtverwaltung jetzt die Ausschreibung für Architekten, Statiker, Projektsteuerung und technische Gebäudeausrüstung in die Wege geleitet. Den Beschluss dazu hatte die Ratsversammlung bereits Ende Juni gefasst.

In den Ausschreibungsunterlagen wird als Termin für den Baubeginn der April 2015 genannt. Dann sollen zunächst die Baracken auf dem hinteren Teil des heutigen Volkskunde-Grundstücks abgerissen werden. Ab September 2015 soll an dieser Stelle der eigentliche Theaterbau entstehen - mit einem Saal für 500 Besucher und Orchestergraben. Dieses Gebäude wird mit rund 13 Millionen Euro einen Großteil der Investitionssumme verschlingen. Der Umbau des denkmalgeschützten Ensembles beginnt demnach im Januar 2016. Am 31. Juli 2017 soll alles fertig sein.

"Mit der Durchführung der Vergabeverfahren tritt die Stadt weiterhin bei der Realisierung des Theater- und Kulturcampus Hesterberg in Vorleistung", teilte Rathaus-Fachbereichsleiter Bernd Sachau jetzt mit. Die ersten Aufträge sollen Ende November vergeben werden. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass die Finanzierung bis dahin gesichert ist. Fünf Millionen Euro will die Stadt Schleswig aus eigenen Mitteln stemmen, zwei Millionen die Landestheater GmbH. Fragezeichen stehen insbesondere noch hinter den zwei Millionen Euro vom Kreis und den 6,3 Millionen Euro, die aus Fördertöpfen des Landes kommen sollen. Hier reden auch die kommunalen Spitzenverbände mit, also die Vertreter der Kreise und Städte im Land, die zugunsten des Schleswiger Theaters auf Geld aus dem kommunalen Finanzausgleich verzichten müssten.

Im Schleswiger Rathaus hatte man auf Zusagen bis Ende Juli gehofft. Aber die Verhandlungen laufen noch. Das Land hat bereits zugesagt, das Grundstück auf dem Hesterberg zur Verfügung zu stellen. Außerdem übernimmt es die schätzungsweise 800 000 Euro teure Schadstoffsanierung.

Im November sollen die Verträge unter Dach und Fach sein - sofern die Finanzierung bis dahin geklärt ist. Nur dann würde die Ratsversammlung den endgültigen Beschluss für den Theaterneubau fassen. Wenn das nicht klappt, wäre das gesamte Landestheater in Gefahr, weil mit Schleswig eine der drei zentralen Spielstätten dauerhaft wegfiele.

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