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Auguste-Viktoria-Schule : Schleswig-Holsteins beste Bio-Schülerin

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Eine Abiturientin der Auguste-Viktoria-Schule schafft es auf den 22. Platz beim Bundesentscheid der Internationalen Biologieolympiade. Nach dem Abi möchte sie Biomedizin studieren.

shz.de von
erstellt am 18.Feb.2015 | 16:30 Uhr

Flensburg | Drei Methoden, um frische von alten Eiern zu unterscheiden? Für Keshia Kroh (18) ist das ebenso wenig ein Problem wie herauszufinden, warum Äquator-Bewohner in Südamerika meist eine wesentlich hellere Hautfarbe haben als in Afrika. Außerdem rechnete sie locker aus, wie der Blumenhandel bei Chrysanthemen ein ganzjähriges Angebot blühender Pflanzen vorhalten kann.

Mit solchen Lösungen hat es die Flensburgerin bis in den Bundesentscheid der Biologieolympiade geschafft. Dort belegte sie als beste Teilnehmerin aus Schleswig-Holstein Platz 22.

Seitdem ist Keshia Kroh der ganze Stolz der Auguste-Viktoria-Schule (AVS). Die Abiturientin des naturwissenschaftlichen Profils war mit insgesamt 1400 Schülern aus ganz Deutschland in der ersten Runde gestartet, davon 152 Schüler aus Schleswig-Holstein. Bei Keshia hat alles mit einer Hausaufgabe im Biologieunterricht angefangen. Karsten Bornemann, Biologielehrer an der AVS, gibt seinen Oberstufenklassen jedes Jahr die Aufgaben der ersten Runde der Olympiade als Hausaufgabe auf. Diese sind auf der Homepage des Wettbewerbes frei zugänglich. Die Aufgaben aus verschiedensten Biologiefeldern liegen über dem Niveau des Schulstoffes. Bornemann traut seinen Schülern diese Aufgaben jedoch zu: „Die Oberstufe soll ja auch auf das Studium vorbereiten.“ Neben Keshia schafften sieben weitere Schüler der AVS diese Aufgaben. Damit gehören sie zu den insgesamt 570 Schülern aus Deutschland, die die zweite Runde erreichten. Unterstützung bei der Vorbereitung auf die nächsten Runden bekam Keshia von Karsten Bornemann. Der Biologielehrer erzählt, dass er 1998 als Schüler selbst an der Biologieolympiade teilgenommen habe – mit 6,25 von 32 Punkten habe er es jedoch nicht in die zweite Runde geschafft. Seinem Interesse an dem Wettbewerb hat es nicht geschadet: Nächstes Jahr wird er erneut versuchen, seine Schüler für die Teilnahme zu motivieren.

In der zweiten Runde überstand Keshia auch Anatomie und Physiologie von Tier und Mensch, Genetik und Evolution. Nun zählte sie zu den 48 besten Teilnehmern, die eine Woche lang am Kieler Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften Kurse und Vorlesungen belegten.

Schließlich stand Keshia in der dritten Runde. Die erste Hürde dort war eine praktische Prüfung mit drei Laboren zu Themen aus Botanik, Zoologie und Physiologie. Am besten gefallen haben ihr dabei die Zoologie-Aufgaben, wo sie unter anderem verschiedene Tierschädel den Tierarten zuordnen musste.

Am Tag darauf nochmals ein vierstündiger Test. „Die Aufgaben sind extra so ausgelegt, dass man sie in der Zeit gar nicht schaffen kann“, sagt Keshia. Ihr Tipp für zukünftige Teilnehmer, die Zweifel haben: „Trotzdem einfach versuchen!“ Nach der dritten Runde war Schluss für die Flensburgerin, die damit als beste Schleswig-Holsteinerin ausschied. „Das ist schon eine Bestätigung“, findet Keshia. Das Ergebnis hat sie in ihrer Studienwahl bestärkt. Nach dem Abi im Sommer will die 18-Jährige Biomedizin studieren.

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