„The Voice of Germany“ : Schleswig-Holsteiner ziehen in die Schlacht

Duell:  Hafdis Hallgrimsdottir (31) aus Leck wird sich stimmlich mit David Whitley messen müssen. Fotos: SAT.1/ProSieben/Richard Huebner
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Duell: Hafdis Hallgrimsdottir (31) aus Leck wird sich stimmlich mit David Whitley messen müssen.

Am Donnerstag entscheidet sich bei der Casting-Show „The Voice of Germany“, wie es mit den Teilnehmern aus Schleswig-Holstein weitergeht. Zwei von ihnen treffen direkt aufeinander.

shz.de von
13. November 2013, 13:00 Uhr

Wer die Show verfolgt, weiß: Auch der hohe Norden ist mit starken Stimmen bei „The Voice of Germany“ vertreten. Die „blind auditions“ – das Vorsingen, ohne dass die Team-Leiter die Interpreten sehen – sind vorüber; die „battles“, also die singend ausgetragenen Schlachten, haben begonnen.

Hafdis Hallgrimsdottir aus Leck (Kreis Nordfriesland) und Rasmus Hoffmeister aus Harrislee bei Flensburg sind weiter in der Show. Die gebürtige Isländerin entlockte den beiden Künstlern der Band „The Boss Hoss“ den erlösenden Schlag auf den „Buzzer“, der bedeutet, dass sie nun für das Team Boss Hoss singt. „Dich kann man ja nicht gehen lassen“, sagten die beiden Rocker, nachdem Hallgrimsdottir im Song „Nothing compares to you“ ihre Vorliebe zu Gospels nicht leugnen konnte.

Mit Gitarre und Flensburg-Kappe ging Rasmus Hoffmeister ins Rennen. Er sang „Mit jedem Deiner Fehler“ einen einfach anmutenden Song, der jedoch höchste Ansprüche an die Stimme stellt. Und ans Gefühl. Dass der Harrisleer davon reichlich mitbringt, erkannten nicht nur Nena und Max Herre zügig. Die beiden Künstler aber drehten sich auch für Hoffmeister um und buhlten damit um den Kandidaten. Und das geschehe nicht häufig bei Liedern auf Deutsch, betonte Nena. Sie lobte den 22-jährigen Studenten als „sehr demütig, sehr zurückhaltend und doch total präsent“ und bekannte volle Sympathie. Rapper Max Herre unterstrich Hoffmeisters individuellen Zugang zum Cover-Song: „Du hast es eigen gemacht.“

Die Gitarre veranlasste Herre sogleich zur Frage nach eigenen Songs. Hoffmeister blieb bescheiden und sagte: „Ich habe ein paar kleine Parts.“ Nena bat neugierig um Hörproben der „Schnipsel“ – der Harrisleer, den Beobachter schnell „Schmusebär“ getauft haben, erfüllte ihre Bitte – und soll sogar den einen oder anderen Kameramann zu Tränen gerührt haben. Denn Hoffmeister spielte einen Song an, den er für ein besonderes Mädchen geschrieben hat, das zu früh verstorben sei. Das Publikum zollte im Stehen Respekt. „Hier oben zu stehen, fühlt sich wie Fliegen an“, deshalb (in Anlehnung an den gleichnamigen Herre-Song) entscheide er sich für das Team Max, erklärte Hoffmeister. Er sagte glücklich nach seinem Auftritt: „Ich war einfach wie ich bin.“

Ein weiterer Schleswig-Holsteiner, der bei „The Voice of Germany“ noch mit dabei ist, ist der 18-jährige Peer Richter aus Bad Oldesloe. Er tritt unter anderem gegen Rasmus Hoffmeister an. Am Donnerstag überträgt Pro Sieben, wie die Nordlichter die nächste Hürde, das Wettsingen mit Team-Kollegen, meistern.

Sendungen und Songs: Donnerstag, 14. November, Pro Sieben (20.15 Uhr): Aus dem Team „BossHoss“ treten Hafdis Hallgrimsdottir (31) aus Leck und David Whitley (44) aus Wolfschlugen gegeneinander an mit dem Song „Treasure“ von Bruno Mars. Ebenfalls am Donnerstag: Das Team Max Herre lässt ein Trio singen, aus dem zwei Kandidaten die nächste Runde erreichen, nämlich: Rasmus Hoffmeister (22) aus Harrislee, Leon Rudolf (20) aus Beimerstetten und Peer Richter (18) aus Bad Oldesloe. Sie messen ihre Sangeskünste am Song von Clueso „Zu schnell vorbei“.

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