zur Navigation springen

Handewitt : „Schlaraffenland“ wird aufgemöbelt

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der Ausbau und die Modernisierung der Schulmensa kostet voraussichtlich 870 000 Euro. Auch die Kindergärten sollen mitversorgt werden.

Handewitt | „Gut Ding will Weile haben“, kommentierte Klaus Neitzel, Vorsitzender des Schul- und Sportausschusses, die langwierigen Gespräche über die Zukunft der Handewitter Schulmensa „Schlaraffenland“. Bereits 2011 gab es erste Debatten in den kommunalen Gremien, die Finanzlage der Gemeinde und ungelöste Fragen beim Konzept verhinderten allerdings einen Ausbau. Nun liegt ein Ergebnis vor: Im Sommer soll das „Schlaraffenland“ für geschätzte 870  000 Euro erweitert werden.

Richtig Schwung in die Sache kam erst ab Mai 2015, als die Kommunalpolitik die Verwaltung bat, dieses Thema abzuklopfen. Im vergangenen Jahr wurde eine aus Fachplanern, Politikern und Verwaltungskräften bestehende Projektgruppe installiert. Rund 150 Mahlzeiten bei über 1100 Schülern werden an der Gemeinschaftsschule täglich ausgegeben. Diese Zahl wirkte auf die Verantwortlichen ausbaufähig. Ihr Ziel: Rund 500 Portionen sollen es in Zukunft täglich sein.

Schnell war klar, dass auch die örtlichen Kindergärten mitversorgt werden sollten. „Es geht aber weniger darum“, stellt Bürgermeister Thomas Rasmussen klar, „mehr Kinder satt zu machen, sondern hauptsächlich um vollwertige Ernährung, eine Attraktivitätssteigerung der Mensa und eine Verzahnung mit der Gesundheits- und Ernährungsbildung“. Deshalb soll das „Schlaraffenland“ stärker in den Schullalltag involviert und nicht nur zur Mittagszeit geöffnet sein. Auch Veranstaltungen am Nachmittag oder Abend sind vorgesehen.

„Als ich die Summe sah“, verrät Bürgermeister Thomas Rasmussen, „dachte ich zunächst, ich bräuchte neue Kontaktlinsen. Dann wurde mir klar: Im Grunde bauen wir eine neue Mensa.“ Die Küche, die derzeit im „Schlaraffenland“ genutzt wird, stammt noch aus der Ära des „Wikingers“. So hieß die Sportgaststätte, die 1975 eingeweiht wurde und in der letzten Dekade dem „Schlaraffenland“ wich.

Der Speiseraum wird erweitert, ein Sozialraum plus Personaltoilette geschaffen und neue Systeme für Abwasser und Fett verlegt. Ursprünglich erwog die Politik, bei der Lüftungstechnik 70  000 Euro einzusparen. „Die Ingenieure haben uns davon abgeraten“, berichtet Klaus Neitzel. Das einstimmige Votum seines Ausschusses geht an den Gemeinderat, der am 28. Februar tagt.

Die Umsetzung soll mit Beginn der Sommerferien erfolgen. Es wird mit einer Bauzeit von zehn bis zwölf Wochen gerechnet, sodass nach den Herbstferien der Betrieb im neuen „Schlaraffenland“ aufgenommen werden kann. Die ersten Vorboten sind bereits da: Mitte Dezember nahm der neue Küchenchef Lutz Thomi seine Arbeit auf. Und die „Brot-Box“ der „Offenen Ganztagsschule“, die in den Mensa-Ablauf integriert wird, versorgt die Schüler vormittags bereits mit Brötchen und Müsli.

zur Startseite

von
erstellt am 12.Feb.2017 | 11:49 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen