Hafenfest : Schiffbrücke in Feierlaune

So geht’s auch: Ein Artist des dänischen Kultur-Seglers „Havet“ zeigt ungewöhnliche Hula-Übungen.
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Die Drei Städte-Regatta Kongelig Classics entwickelt langsam aber sicher Zugkraft. Am Wochenende waren über 90 Gastschiffe im Hafen

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02. September 2013, 11:00 Uhr

Gut gelaufen. Die zweite Kongelig Classics-Regatta zwischen Apenrade, Sonderburg und Flensburg bot 500 Teilnehmern in 90 Traditionsseglern und klassischen Yachten alles, was Segeln schön macht: Sommersonne am Donnerstag und Freitag – und auf der Hauptstrecke, die sonnabends von Sonderburg zum abschließenden Hafenfest nach Flensburg führte, Wetter für Adrenalin-Junkies.

Die Wetterumstellung von Spätsommer auf Frühherbst ging einher mit frischem Nordwest zwischen fünf und sechs Windstärken, der in Böen auch mit sieben Beaufort blies. „Es gab keinen Bruch. Aber es hat unterwegs etliche Segel gefetzt“, sagt Martin Schulz, Projektverantwortlicher beim Historischen Hafen Flensburg, der die Kongelig Classics für die Partnerstädte Apenrade, Sonderburg und Flensburg ausrichtet.

Auch wenn die Kongelig Classics nicht an die Dimension des Volksfestes Rum-Regatta heranreichen – sieht Schulz gute Aussichten, die noch bis einschließlich 2014 mit EU-Mitteln geförderte Veranstaltung dauerhaft zu etablieren. „Wenn die Städte weiter zu ihrem Zuschuss stehen, ist das kein Problem“, sagt Schulz. Sonderburg habe bereits Interesse für eine Fortsetzung signalisiert.

Die Struktur für die Veranstaltung steht. Spielstationen für Kinder und die beiden See-Container, in denen Vincent Büsch vom Flensburger Schifffahrtsmuseum eine informative Geschichte des Yachtsports von seinen Anfängen bis heute realisierte, waren Publikumsmagneten. Hervorragend eingespielt sei die Mannschaft des Museums-Kümo „Gesine“, als „Mutterschiff“ zuständig für sicheres Geleit, Start und Ziel-Funktion und vieles mehr. Besonders in Apenrade, wo zum Auftakt am Donnerstag Tausende auf den Beinen waren, sei der Salondampfer „Alexandra“ mit Freude begrüßt worden. Die Alex war ebenfalls als Troßschiff gechartert worden und zog viele Besucher an.

Verbesserungswürdig sei hingegen die sportliche Organisation der Regatta. „Da müssen wir grundsätzlich etwas ändern. Für die Yachties ist Regatta der Normalfall – für die Traditionsschipper aber total ungewohnt.“ Die Folge: Statt laut Wettfahrtanleitung einzelne Tonnen abzusegeln, setzte sich der große Pulk einfach – wie von der Rumregatta gewohnt – Richtung Flensburg in Bewegung. „Ich glaube, 90 Prozent der Schiffe waren auf falschem Kurs. Aber egal. Hauptsache, es hat Spaß gemacht.“

Sieger über alles wurde bei den segelnden Berufsfahrzeugen der Lotsenschoner Elbe, bei den Yachten sicherte sich der Nordische Kreuzer Hugin den Wanderpreis Silbernes Trinkhorn.

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