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Scherenschnitte wie bei Hans Christian Andersen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Behutsam und sichtlich gespannt entfaltet Lars seinen soeben fertig gestellten Scherenschnitt. Die Freude über das zarte, selbst gefertigte Kunstwerk leuchtet aus dem Gesicht des Sechstklässlers: Der Entwurf ist geglückt. Um eine mittige Sonne ranken sich filigrane Tulpen. „Das werde ich rahmen, sonst geht es kaputt“, sagt er stolz.

Gemeinsam mit den anderen Elf- bis 13-Jährigen der 6b sowie Klassen- und Kunstlehrerin Angela Englert von der Zentralschule Harrislee ist er für einen halben Schulvormittag zum Scherenschnitt-Workshop in die Gemeindebücherei gekommen. Konzentriert verfolgen die Kinder, wie die eigens für den Workshop angereiste dänische Künstlerin Sonia Brandes das erste Papier faltet, erst einfache, dann immer kunstvollere Scherenschnitte vorführt. Ein staunendes „Ah“ löst die gespannte Stille ab, als sich wie von Zauberhand ornamentale Muster entfalten. Künstlerischer Schwerpunkt von Brandes ist der dänische Märchendichter Hans Christian Andersen. Eine produktiv ruhige, märchenhaft anmutende Atmosphäre erfüllt denn auch die Bücherei.

„Wir haben ein offenes Ohr für alles, was aus Dänemark kommt und freuen uns, Gastgeber des Hans Christian Andersen-Workshops zu sein“, betont Bücherei-Leiterin Andrea Graeper: „Wir haben in Harrislee viele Menschen mit dänischem Hintergrund. Da bietet es sich an, die Bücherei für besondere Aktionen aus dem dänischen Kulturkreis zu öffnen“. In der jetzt beginnenden dunkleren Jahreszeit fänden Märchen bei Kindern und Eltern wieder mehr Beachtung.

Wegen der großen Nachfrage finden vier Scherenschnitt-Workshops statt. Eingebettet sind sie in ein großes deutsch-dänisches Hans-Christian-Andersen-Projekt der Kulturregion Sønderjylland-Schleswig und UCSyddanmark. Die Region Syddanmark unterstützt das Projekt mit 73  825 Euro. „Drei Kultursalons möchten die damalige Reise Andersens durch das Herzogtum Schleswig ins Bewusstsein rücken, den Stationen Gravenstein, Flensburg und Föhr folgen“, erklärt Stinna Christensen von der Kulturvereinbarung Sønderjylland-Schleswig.

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erstellt am 28.Sep.2015 | 18:10 Uhr

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