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Flensburger Tageblatt

23. Oktober 2017 | 03:02 Uhr

Schanze wird wieder freigelegt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Rund 40000 Euro sind für die Arbeiten in der ehemaligen deutschen Festungsanlage abgesetzt

shz.de von
erstellt am 19.Sep.2013 | 00:36 Uhr

Seit Jahrzehnten ist die Brohoved-Schanze, die Spaziergängern hoch über der Sundgade einen schönen Blick auf die Alsenseite bieten könnte, die reinste Wildnis und voller Gestrüpp, Gräser, Kräuter und stacheligen Brombeer-Sträuchern. Hinzu kommen unzählige Bäumchen, die sich willkürlich selbst gesät und nun das gesamte Gelände dicht bewuchert haben.

Von der historisch interessanten Festungsanlage und den Erdwällen, die die Preußen 1864 dort errichteten, war überhaupt nichts mehr zu erkennen.

Aber das wird sich in Kürze ändern – die Brohoved-Schanze soll zum 150. Jahrestag von 1864 im April nächsten Jahres wieder flottgemacht werden. Umgerechnet 40 000 Euro hat die Kommune für die Aufräumarbeiten abgesetzt.

In dieser Woche haben die Arbeiten an der großen unter Denkmalschutz stehenden Schanze begonnen, und die ersten Konturen sind zu erkennen.

„Aber hier gibt es wirklich noch sehr viel zu tun“, meint auch May-Britt Rørmose Hansen von der Planabteilung.

Nicht nur die wilden Pflanzen werden geschnitten, auch die alten Bänke und Abfallgerüste werden weichen und durch neue hölzerne Sitzgruppen ersetzt.

Die Treppe zur Sundgade hin bekommt eine soliden Nachfolger aus Granit und Kies, der an den Seiten mit Kopfsteinen abgesichert wird.

Der asphaltierte Platz in der Mitte der Schanze, wo einst ein Campingplatz lag, wird allerdings noch nicht entfernt.

Aber nicht alles Grün wird abgeholzt und davon geschafft. Zwei große Vogelbeerbäume aus Bornholm, eine große Esche und kleinere Gruppen von Dornenbüschen, Apfelbäumen und Kirschbäumen werden lediglich beschnitten und auch künftig in der offenen Schanze für schattige Plätze sorgen.

Aber so richtig kann der Unternehmer Frank Sørensen, der die Arbeiten ausführen soll, noch nicht loslegen.

„Wir dürfen nicht in die Erde eindringen, weil die Schanze unter Denkmalschutz steht. Dafür brauchen wir eine Genehmigung von Kulturstyrelsen. Wir haben schon eine Antwort angemahnt, damit wir vor dem Winter fertig werden können“, erklärt May-Britt Rørmose Hansen. Am 1. November soll die Schanze komplett freigelegt sein.

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