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Handball und Musik : Santiano auf Landgang bei der SG

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Nordmänner genossen ihren Besuch beim Barcelona-Spiel – derzeit arbeitet die Band intensiv an ihrem dritten Album.

shz.de von
erstellt am 17.Nov.2014 | 07:25 Uhr

Flensburg | Es war ein besonderer Landgang, bei dem sich die fünf Seemänner von Santiano gerne als Glück bringender achter Mann erwiesen hätten. Doch obwohl sie unter tosendem Applaus das Trikot mit der Nummer acht vor dem Anpfiff in die Halle trugen, war die Handball-Crew aus Barcelona am Sonnabend Abend zu stark für eine bis zur letzten Minute beherzt kämpfende SG Flensburg-Handewitt. Dennoch genossen Pete Sage, Björn Both, Timsen Hinrichsen, Axel Stosberg und Andreas Fahnert einen schönen, langen Handballabend in der Heimat, natürlich mit einigen Runden Flens.

„Es war ein erstklassiges Handballspiel, leider schwanden den SG-Spielern nachher sichtlich die Kräfte, die meisten mussten ja auch durchspielen“, sagt Axel Stosberg nach dem Abpfiff in der SG-Lounge. Die rauen Musikmänner aus dem Norden beobachten genau, wie es für die Jungs von Trainer Ljubomir Vranjes läuft, haben etliche Spiele live miterlebt, „sogar schon in der Handewitter Wikinghalle“, erinnert sich Axel Stosberg. Die Stimmung in der Hölle Nord gleicht der Euphorie bei den Santiano-Konzerten, auch in diesem Jahr. Hätten die Musiker vor einem Jahr gedacht, dass 2014 nochmal so abgeht wie 2013? „Nein, das erste Album ist so unfassbar gut eingeschlagen. Niemand hat erwartet, dass sich das wiederholen lässt – auch wir nicht“, sagt Björn Both. Nach „Bis ans Ende der Welt“ und „Mit den Gezeiten“ laufen derzeit die Arbeiten an der dritten CD auf Hochtouren. Erscheinen soll es im Mai, welche Erwartungen gibt es diesmal? „Der Zauber der Achtlosigkeit ist vorbei. Nun wären wie bescheuert, wenn wir nicht sagen, dass wir ein drittes Mal ganz nach oben möchten“, sagt Björn Both mit seiner markanten Seebärenstimme, die auch die intensive Geräusch-Kulisse in der SG-Lounge spielend durchdringt. Gleiches gilt für den Echo, über den ersten gab es pure Begeisterung. „Das Fiese an dem zweiten ist, dass wir nun auch einen dritten wollen“, sagt der Frontmann. Da in diesem Jahr aber kein Santiano-Album auf den Markt gekommen ist, kann dieser frühestens 2016 gefeiert werden.

Welche Songs prägen die neue CD? „Wir bleiben uns treu, der Wiedererkennungswert ist wichtig, dennoch wollen und werden wir unsere Fans mit neuen Facetten überraschen“, sagt Axel Stosberg. Deutsch bleibt die Sprache der Santianos, es wird aber auch einige englische Songs geben. Werden die fünf Nordmänner, die so herzhaft schön lachen können, auf dem Cover erneut finster drein schauen? „Das gehört bei der Geschichte, die wir seit Jahren zwischen Fern- und Heimweh erzählen, zu unserem Selbstverständnis“, sagt Björn Both. Bleiben werden auch die Botschaften in und zwischen den Zeilen. Wie über die Freiheit – einem der erfolgreichsten Songs –, die heute nicht mal mehr in Europa ein selbstverständliches Gut ist. „Oder davon, wie wichtig es für jeden ist, sich aufzumachen, seinen Weg zu finden, anstatt sein Leben zu verpassen“, betont Axel Stosberg.

Die Stimmung am Tisch ist bestens. „Kaum zu fassen, aber wir verstehen uns noch immer prima, haben richtig Spaß auf den Touren und im Studio“, sagt Stosberg. Von der Santiano-Laune lassen sich am späten Abend auch einige enttäuschte SG-Spieler aufmuntern. Ein Foto mit Holger Glandorf, der ein Weltklasse-Spiel bot, nehmen die Santianos nach einem großen Handballabend als Erinnerung mit aus der Flens-Arena, in der sie nach 13 nun anstehenden Konzerten am 21. Dezember den krönenden Abschluss ihrer Tour feiern werden.

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