Mittelangeln : Sanierung – oder die große Lösung?

Burkhard Gerling, Vorsitzender des Bau- und Liegenschaftsausschuss des Schulverbands.
Burkhard Gerling, Vorsitzender des Bau- und Liegenschaftsausschuss des Schulverbands.

Die Entscheidung des Schulverbandes über einen großzügigen Neubau der Sporthalle Großsolt hängt von Höhe der einzuwerbenden Fördergelder ab.

shz.de von
25. Mai 2018, 12:01 Uhr

Mittelangeln | Bereits seit einiger Zeit beschäftigt sich der Schulverband Mittelangeln mit der Sporthalle in Großsolt, die dem Schulträger gehört und die dringend sanierungsbedürftig ist. Im zuständigen Bau- und Liegenschaftsausschuss wird nicht nur die Sanierung, sondern auch ein Neubau diskutiert. Insbesondere die Gemeinden Großsolt und Ausacker und der Sportverein haben ein Interesse an einem Neubau, gegebenenfalls sogar an dem Bau einer großen Zwei-Feld-Halle. Die dem Schulausschuss vorgelegte Kostenschätzung geht bei einer Sanierung von etwa 800 000 Euro aus, ein Neubau wird bei 1,3 Millionen Euro liegen, und für eine Zwei-Feld-Halle müssen gut zwei Millionen Euro veranschlagt werden.

Der Ausschussvorsitzende Burkhard Gerling machte deutlich, dass eine Finanzierung ohne Fördermittel fast ausgeschlossen erscheint. Trotzdem gelte es, die Fördermöglichkeiten auszuloten, da die beiden beteiligten Gemeinden neben ihrem Interesse auch eine finanzielle Beteiligung an einem Neubau in Aussicht gestellt haben. Vom Bund sind für die Verbesserung der Schulinfrastruktur Fördermittel bereit gestellt worden.

Der Schulverband will sich mit Hilfe eines Antrages auf finanzielle Unterstützung die Möglichkeiten der Sanierung oder eines Neubaus offen halten.

Um Fördermittel geht es auch bei der notwendigen Brandschutzsanierung des Schulzentrums in Satrup. Da zugleich ein neues Raumkonzept für das Schulzentrum in der Diskussion und Planung ist, wollen die Mitglieder des Schulverbandes keine vorzeitigen Investitionen in den Brandschutz tätigen. Zunächst soll der Umfang der notwendigen Brandschutzmaßnahmen über eine Fachfirma ermittelt und ein Antrag auf Förderung gestellt werden. Die notwendige Erneuerung der Brandmeldeanlage wird vorgezogen.

Erfrischend und wohltuend für die Schulverbandsvertreter war der Vortrag von Studienrätin Yvonne Drews, Studienrat Per Ole Berner und der Schülerin der Obersekunda Sportprofil Anastasia Suppes über die Erstellung einer Indoor-Kletteranlage in der Sporthalle. Diese Anlagen liegen im Trend, weil sie auch den Teamgeist und das Selbstbewusstsein fördern. Die Anlage erfordert keine baulichen Veränderungen in der Sporthalle und schränkt wegen des geringen Platzbedarfs auch nicht die sportlichen Möglichkeiten anderer Gruppen ein. Die Kosten für derartige Anlagen liegen zwischen 25 000 und 50 000 Euro.

Zur Überraschung der Ausschussmitglieder war diese Information nicht mit dem Wunsch nach finanzieller Förderung verbunden. Die Akteure haben sich vorgenommen, die Finanzierung auf anderen Wegen zu erreichen. So soll auch der jährliche Sponsorenlauf der Schulen dazu einen Beitrag leisten.

Ausschussvorsitzender Matz Matzen lobte das Engagement der Schüler und Lehrer, insbesondere die Bereitschaft, die Finanzierung selber zu lösen. Der Schulverband befürwortet das Projekt ausdrücklich.

Weitere Beschlüsse:
>Die Unterhaltsreinigung in den Schulstandorten wird um ein Jahr verlängert. Die ausführende Firma bekommt dafür einen Aufschlag von 19 000 Euro. In der Zwischenzeit will der Schulverband alternative Lösungen abklären.
> Für die Sanierung der Sanitäranlagen der Grundschule Husby wird eine Förderung beantragt.
> Da unerwartet zusätzliche Kosten für die Sanierung der Sanitäranlagen der Astrid-Lindgren-Schule in Sörup ermittelt wurden, muss neu beraten werden.
> Die Schulverbandsversammlung beschließt die Einrichtung einer verlässlichen Betreuungsklasse in der Struensee-Gemeinschaftsschule. Der Eigenanteil der Eltern beträgt bei zwei Kursnachmittagen 100 Euro und bei vier Kursnachmittagen 115 Euro.

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