zur Navigation springen

Ochseninseln in der Flensburger Förde : Salondampfer „Alexandra“ läuft auf Grund und muss freigeschleppt werden

vom

In der Meerenge zwischen den Ochseninseln und Süderhaff fährt sich die „Alex“ fest. Die DGzRS eilt zur Hilfe.

shz.de von
erstellt am 10.Sep.2017 | 18:01 Uhr

Süderhaff | Gegen 17.30 Uhr gab es am Sonnabend kein Vorankommen mehr für das 1908 gebaute Dampfschiff „Alexandra“. Flensburgs Wahrzeichen war bei einer Rundfahrt um die Ochseninseln bei Süderhaff (Dänemark) auf Grund gelaufen. Das Ganze sei so langsam passiert, dass nicht sofort zu merken war, was geschehe, sagt Günter Herrmann, Kapitän der „Alexandra“. Durch Hochwasser habe er die Sandbank unterschätzt und sei einen Meter zu weit zur Insel vorgestoßen, erklärt der ehemalige Wasserschutzpolizist, der seit 45 Jahren dort fahre. Die DGzRS rückte zur Rettung an.

Der Seenotkreuzer „Nis Randers“ aus Maasholm und das Tochterboot „Onkel Willi“, die sich am Samstag bei der Flensburg Boat Show in der Marina Sonwik präsentierten, waren nach der Alarmierung kurz vor 18 Uhr daher schnell vor Ort. Wie die DGzRS mitteilte, war das Tochterboot zunächst allein in Richtung des Havaristen aufgebrochen. Vermutlich durch die Strömung war die „Alexandra“ schwerer festgekommen als erwartet. Daher fuhr kurze Zeit später auch die „Nis Randers“ zur „Alexandra“, um die alte Dame wieder freizuschleppen.

Mit der starken Zugkraft des Seenotrettungskreuzers und kräftigem Rückwärtsschub des Havaristen kam der Dampfer um 19.15 Uhr frei und konnte seine Fahrt zurück nach Flensburg aus eigener Kraft antreten.

Glücklicherweise habe es weder Personenschäden noch Schäden am Rumpf des Schiffes gegeben, berichtet Günter Herrmann. 21 Gäste waren an Bord und 13 Mann Besatzung. Der Kapitän kann auch Gutes abgewinnen: Am Sonnabend habe sich gezeigt, wie professionell seine Mannschaft die Situation abgearbeitet habe.

Am Sonntag, am Tag des offenen Denkmals, war die „Alexandra“ wieder voll empfangsbereit und „sehr gut besucht“, sagte Herrmann. Am Montag lasse er das Schiff noch einmal abtauchen.

Die „Alexandra“ war erst im Februar 2017 nach mehr als vier Monaten zurück nach Flensburg gekommen. Reparaturen am Rumpf und der Einbau eines neuen Kessels waren nötig. Die Kosten hierfür betrugen rund 950.000 Euro.

Blaulichtmonitor

Was ist der Blaulichtmonitor?

 
Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert