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Flensburger Tageblatt

23. August 2017 | 05:06 Uhr

Rutschgefahr auf der Tartanbahn

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Glücksburgs Sportplatz weist Mängel auf / Eltern befürchten Verletzungen bei ihren Kindern und fordern Instandsetzung

Rutschige Laufbahnen, holprige Spielflächen, zugewachsene Ränder und ein ungepflegtes Kugelstoß- feld – der Glücksburger Sportplatz weist viele Mängel auf. „Die Eltern unserer Leichtathletik-Kinder schrieben uns, dass sie ihren Nachwuchs zu anderen Vereinen schicken, wenn am Platz nichts passiert“, sagt Stefan Erichsen, Vorsitzender des TSV Glücksburg 09.

Besagte Eltern mahnen die von Stadtrat John Witt im April versprochenen Reparaturen an. Die ungünstigen Trainingsbedingungen hätten sich bisher nicht geändert, schreibt Janina Jagdmann stellvertretend für die Erziehungsberechtigten von den Kindern und Jugendlichen der zwei Gruppen um Trainer Horst Menzel. „Nicht nur, dass das Training in einigen Bereichen nicht korrekt durchgeführt werden kann, viel schlimmer ist, dass die Verletzungsgefahr hoch ist“, sagen die Eltern und weisen auf die rutschige Tartanbahn hin, die während des Fördelaufs für schlitternde Zieleinläufe sorgte. Auch Erichsen erinnert sich, besonders verhalten die Kurven genommen zu haben.

Während der Fußballplatz wegen des Besuchs ausländischer Vereine verbessert worden ist, müssen sich Sprinter, Hürdenläufer und Weitspringer mit mangelhaften Anlagen begnügen. Unter ihnen sind für Meisterschaften qualifizierte Sportler. Bei Verletzungen von Knochen, Bändern oder Sehnen verlieren Sportler eine Saison, wie die Eltern erläutern. Sportunfälle gingen zu Lasten des Vereins, der für die Kosten aufkommen müsse. Noch ist nichts dergleichen passiert. „Das wäre auch tragisch“, sagt Janina Jagdmann.

In einem gemeinsamen Rundgang nahmen Stadtvertreter, Verwaltungsmitarbeiter und Vereinsangehörige den städtischen Platz in Augenschein. Seitdem überlegen alle, wie die Trainingsbedingungen trotz des klammen Stadtsäckels verbessert werden können. Die Politik möchte den Verein stärker mit einbinden und schlägt vor, Pflichtarbeitsstunden einzuführen. Die Mitglieder seien für ein Engagement zum Wohle der Sportanlagen offen, sagt Erichsen. „Doch halten wir als Mehrspartenverein das System der Pflichtarbeit für nicht realisierbar.“ Denn nur ein geringer Teil der 850 Mitglieder nutze die Außenanlagen. Erichsen: „Wir können den Kindern nicht noch einen Spaten in die Hand drücken. Wir sind froh, dass wir sie mit der Vereinsbeteiligung von der Straße holen.“


>Die gewünschte Instandsetzung ist Thema im Sozial- und Kulturausschuss am Montag ab 19 Uhr im Glücksburger Rathaus.

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erstellt am 18.Okt.2013 | 07:52 Uhr

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