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Flensburger Tageblatt

17. Oktober 2017 | 19:12 Uhr

Runter vom Campus: Kunst geht in die Stadt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 21.Jan.2014 | 10:12 Uhr

Studierende der Uni Flensburg machen ab heute mit diversen Kunstprojekten auf sich und ihr Institut aufmerksam. Vier Kunststudentinnen präsentieren vom 24. Januar bis 1. Februar im Modul 1 an der Roten Straße die Ausstellung „Project Unbreakable – Vergewaltigungsopfer brechen ihr Schweigen“. Geöffnet ist montags bis sonnabends von 12 bis 18 Uhr.

„Alle 15 Sekunden wird auf der Welt jemand vergewaltigt – ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer“, schreiben die vier Studentinnen und stellen die amerikanische Künstlerin Grace Brown mit ihrem Projekt aus. Auf eine berührende Art und Weise versucht sie mit ihrem Blog (http://projectunbreakable.tumblr.com) Vergewaltigungsopfern eine Chance zu bieten, ihr Schweigen zu brechen. Sie fotografiert die Opfer mit Postern, die sie mit Zitaten ihrer Angreifer beschriftet haben. Außerdem bietet sie den Opfern die Möglichkeit, nach dem gleichen Prinzip Fotos zu machen und ihr zu schicken, die sie dann auf ihrem Blog veröffentlicht. Ihr Blog zählt zu den 30 erfolgreichsten bei der Plattform Tumblr.

Das zweite Projekt heißt „mozART – Ich bin kein Künstler“. „Wenn Mozart Jeans und T-Shirt trägt, zur Wollmütze statt weißgepuderter Perücke greift und Sinfonien mit der Spraydose komponiert, dann solltest du dir dieses Spektakel nicht entgehen lassen“, proklamieren die Kunststudenten. Startschuss ist heute im Kaffeehaus. DJ Drastico legt Kammermusik der Gegenwart auf. Die Ausstellung endet am 18. Februar. Gezeigt werden Werke des Studenten Robert Claus alias Mozart. Sein Stil zeigt deutliche Einflüsse der Graffiti-Streetart-Szene und der Gegenwartskunst. Eine besondere Eigenart Mozarts ist, dass nichts, aber auch gar nichts vor ihm sicher ist. Bemalt und gestaltet wird, was greifbar ist. So
werden auch ungewöhnliche Malgründe wie Pizzakartons oder Briefumschläge Teil der Ausstellung sein. Der Eintritt ist kostenlos.

Die jüngsten Künstler, deren Werke bei diesem Ausstellungstrio gezeigt werden, sind Kinder aus dem Kindergarten. Aber auch Werke des norddeutschen Realisten Friedel Anderson, des Druckgrafikers Wolfgang Werkmeister und Augustin Noffkes werden zu sehen sein. Drei Studierende der Kunst und visuellen Medien der Universität Flensburg wollen mit ihrer Ausstellung verdeutlichen, dass jeder Künstler einmal „klein“ angefangen hat. Außerdem soll sie den besuchenden Kindern den Bezug zur Kunst vereinfachen. Die Ausstellung findet vom 31. Januar bis zum 6. Februar im Foyer des Flensburger Rathauses statt. Vernissage ist am Donnerstag, 30. Januar, um 17 Uhr.

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