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Flensburger Tageblatt

20. November 2017 | 01:41 Uhr

Handewitt : Rundweg für Reiter und Wanderer

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der acht Kilometer lange Pfad befindet sich im Stiftungsland zwischen Gottrupel und dem Ochsenweg. Das Wegenetz soll weiter ausgebaut werden.

shz.de von
erstellt am 19.Jun.2017 | 14:54 Uhr

Handewitt | Obwohl die kleine Feier witterungsbedingt kurzfristig vom Ihlsee in eine Reithalle verlegt wurde, ließ sich niemand die Laune verderben. Alle Beteiligten – Reiter, Kommunalpolitiker oder Vertreter des „Stiftungslandes Schäferhaus“ – waren sichtlich stolz, dass ihnen ein Gemeinschaftsprojekt geglückt war: die Einweihung eines acht Kilometer langen Rundweges, eingebettet im Stiftungsland zwischen Gottrupel und Ochsenweg. Im Kürzel „HA1“ finden sich beide beteiligten Gemeinden wieder: Handewitt und Harrislee. Genau genommen handelt es sich um keine komplette Neuerung, sondern hauptsächlich um eine Reaktivierung eines Rundkurses, der bereits vor 15 Jahren angelegt wurde. Zwei Reitvereine waren mit der Pflege betraut. Wechselnde Vorstände, fehlende Kommunikation und der Orkan „Christian“ machten der Infrastruktur schließlich den Garaus.

Aber das ist Schnee von gestern. Jetzt gingen alle Akteure mit Elan an die Aufgabe. Der Pächter „Bunde Wischen“ verschob einige Zäune, die Reiterschaft stellte Schilder auf. Auch Jogger, Wanderer und Hundeliebhaber können den Rundweg benutzen. Im Nordteil des Areals gibt es allerdings eine völlig neue Passage, die nur für Reiter ist. Die beiden Gemeinden kündigten an, in wenigen Wochen eine Karte und Verhaltensregeln auf ihren Internet-Seiten zu veröffentlichen.

Der Parcours im Stiftungsland „Schäferhaus“ ist zugleich ein erstes sichtbares Etappenziel eines Konzeptes, das Handewitt seit 2013 vorantreibt. Angesichts von fast 700 Pferden und 25 Reiterhöfen sah sich die Kommune in der Pflicht, etwas für den Reitsport zu tun. Zusammen mit der neugegründeten Interessengemeinschaft wurde ein Wegenetz entworfen, das sich auch für den „Normalo“ als Erholungsoase eignet. Ein Rundkurs um Handewitt ist nahezu abgeschlossen.Die 8,5 Kilometer werden oft hinter Knicks verlaufen.

Spätestens im August soll eine Verbindungsroute zum Stiftungsland „Schäferhaus“ fertiggestellt sein. Über Handewitt-Berg, Unter- und Oberlangberg kann dann geritten und gewandert werden. Auch der alte, verlassene Eisenbahntunnel unter der Autobahn wird genutzt. Dort wird gerade Erde auf die Schienen geschüttet. Die Gemeinde hat der Bahn einen Gestattungsvertrag auf unbestimmte Zeit abgerungen. „Wenn die Gleise irgendwann einmal entwidmet werden, würden sich noch ganz andere Möglichkeiten ergeben“, zeigt sich Gerhard Beirer, Vorsitzender des Handewitter Wirtschaftsausschusses, zuversichtlich. Nach und nach sollen alle anderen Ortsteile angeschlossen werden. Ob zur Refinanzierung irgendwann die Reiterschaft herangezogen wird, ist noch nicht abschließend geklärt.

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