Unfallsrisiko lässt sich verringern : Rund um Flensburg: Elf Rehunfälle alleine am Montag

Derzeit findet verstärkter Wildwechsel statt.

Wegen der Erntezeit findet derzeit verstärkter Wildwechsel statt. Das Risiko eines Unfalls lässt sich aber verringern.

Verstärkter Wildwechsel erhöht die Gefahr. Die Polizei gibt Tipps zur Risiko-Verringerung.

shz.de von
10. Juli 2018, 11:13 Uhr

Flensburg | Autofahrer aufgepasst: Im Bereich der Polizeidirektion Flensburg stießen alleine am Montag elf Pkw mit Rehen zusammen. Die Fahrzeuginsassen blieben jeweils unverletzt, zu den entstandenen Sachschäden an den Autos konnte die Polizei noch keine abschließenden Angaben machen. Sechs der elf Rehe verendeten an der Unfallstelle, die anderen fünf Tiere flüchteten verletzt. Der Großteil der Unfälle ereigneten sich in der Dunkelheit beziehungsweise in der Dämmerung.

So wird das Risiko eines Wildunfalls verringert:

  • Fuß vom Gas: Außerhalb geschlossener Ortschaften immer mit Wildtieren rechnen. Hirsche und Rehe sind dämmerungsaktiv, können aber vor allem jetzt in der Erntezeit auch tagsüber plötzlich auftauchen. Wildschweine sind gerne nachts unterwegs.
     
  • Vorsichtig fahren und jederzeit bremsbereit sein. Geschwindigkeit so wählen, dass auch in Kurven jederzeit kontrolliert abgrebremst werden kann, ohne dabei die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren.
     
  • Wenn es zu Wildwechsel kommt: Abblenden, kontrolliert abbremsen, gegebenenfalls hupen. Auch auf den nachfolgenden Verkehr achten und notfalls anhalten.
     
  • Ein Wildtier ist in seinem Verhalten unberechenbar. Es kann flüchten, plötzlich stehen bleiben und auch umdrehen und zurückkommen. Wo ein Tier zu sehen ist, gibt es weitere.
     
  • Unkontrollierte Ausweichmanöver vermeiden. Im Notfall lieber kontrolliert zusammenstoßen.
     
  • Auf Warnschilder achten. Diese werden auf der Basis von Auswertungen an Stellen mit häufigem Wildwechsel aufgestellt.
     
  • Wenn möglich mit Fernlicht fahren, um das Wild rechtzeitig zu erkennen. Die Augen der Tiere reflektieren das Licht.
     
  • Wenn es zu einem Unfall kommt: Unfallstelle absichern und Polizei verständigen. Diese informiert den zuständigen Jagdpächter. Auf keinen Fall ein Tier nach einem Unfall einladen und mitnehmen – das wäre Jagdwilderei.

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