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Neuer Kriminalroman : Rumregatta wird zum mörderischen Tatort

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Dieter Neumanns Leidenschaft fürs Segeln überträgt sich auf seine Romanfiguren. Das Buch kommt im März auf den Markt.

shz.de von
erstellt am 05.Jan.2016 | 18:14 Uhr

Flensburg | Segler aus aller Welt sind mit einem Ziel an die Förde gekommen: der Rumregatta. Doch die schöne Stimmung wird bald getrübt, als die Leiche eines jungen Afrikaners gefunden wird. Schnell werden Verdächtige gesucht, auch aus dem Umfeld des Toten. Doch die Spuren führen die Kommissare Helene Christ und Edgar Schimmel in eine ganz andere Richtung. H. Dieter Neumann veröffentlicht im März einen weiteren Kriminalroman – „Tod auf der Rumregatta“. Bevor er sich ganz dem Schreiben gewidmet hat, war der leidenschaftliche Segler und Finanz-Ökonom Offizier in der Luftwaffe der Bundeswehr. Er ist Mitglied der Schriftstellervereinigung der 42er Autoren. Seit mehr als 35 Jahren ist er verheiratet, hat zwei erwachsene Töchter und lebt in Flensburg.

Herr Neumann, das Flensburger Ermittlerteam ist auch in diesem Jahr wieder in Schleswig-Holstein auf der Suche nach einem Mörder. Warum eignet sich das nördlichste Bundesland Deutschlands gut als Tatort für einen Krimi?

Jeder Kriminalfall muss irgendwo verortet sein, auch wenn spannende Geschichten natürlich überall auf der Welt stattfinden. So wie Donna Leon ihren Commissario Brunetti in Venedig ermitteln lässt, wo sie seit Jahrzehnten wohnt, spielen auch meine Romane dort, wo ich mich auskenne, nämlich an der Flensburger Förde. Die Stadt, ihre Geschichte, ihre enge Verbindung mit Dänemark, aber auch der Hafen, die See, der besondere Menschenschlag im Land zwischen den Meeren – das alles ist nicht etwa nur Kulisse für meine Kriminalgeschichten, sondern haucht ihnen erst ihr Leben ein.

In Ihrem neuen Roman ermitteln Kommissarin Helene Christ und ihr Team bei der Flensburger Rumregatta. Spielte bei der Wahl des Schauplatzes Ihre Leidenschaft für das Segeln eine Rolle?

Ich liebe die wundervolle Atmosphäre in der Stadt während der Rumregatta. Es hat mich gereizt, sie auch einmal zum Hintergrund eines Kriminalromans zu machen. Und meine Leidenschaft für das Segeln hat sich offenbar auf die Kommissarin und ihren Lebensgefährten übertragen. Ihr alter Colin Archer „Seeschwalbe“ segelt in jedem Roman auf dem Spannungsbogen entlang. Das Meer, das Leben an Bord, das Segeln – all das spielt stets eine wichtige Rolle.

Ein junger Afrikaner ist diesmal das Opfer. Ist das eine Anspielung auf Rassismus oder die aktuelle Flüchtlingssituation?

Alle meine Romane haben aktuelle und durchaus brisante politische und gesellschaftliche Themen zum Hintergrund. Und so ist es natürlich auch kein Zufall, dass diesmal ein Afrikaner ermordet wird. Mehr will ich jedoch noch nicht verraten.


Lesen Sie privat auch Kriminalromane oder sind Sie lieber derjenige, der die Romanfiguren formt?

Das eine schließt das andere nicht aus, denke ich. Ich lese viel, und zwar unterschiedliche Genres – natürlich auch Kriminalromane. Ich finde dort immer wieder Gestaltungsideen, die mich inspirieren. Dennoch bleibt richtig, dass der eigentliche Reiz dieser Arbeit in dem Erdenken und Formen von Charakteren liegt, die während des Schreibens ein eigenes Leben entwickeln können.


Werden Sie sich künftig neben Kriminalromanen, Politthrillern und Sachbüchern weiteren Genres widmen?

Eher nicht. Man soll ja nie nie sagen, aber die genannten Felder wollen schließlich anständig beackert werden. Im Moment fühle ich mich mit einem Kriminalroman und einem Sachbuch pro Jahr gut ausgelastet. Ein Politthriller ist zusätzlich in Arbeit. Schreiben – zumindest, was ich darunter verstehe – braucht Zeit. Außerdem freue ich mich darüber, dass so viele Leute gern meine Lesungen besuchen, die mir auch großen Spaß machen. Für 2016 sind schon viele Veranstaltungen im ganzen Land geplant, allerdings bedeuten sie auch einen erheblichen Zeit- und Energieaufwand.

Die Premieren-Lesung des Kriminalromans „Tod auf der Rumregatta“ findet bei Bücher Rüffer, Holm 19/21, am 26. April um 19.30 Uhr statt.

Internet: www.hdieterneumann.de

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