Schifffahrtsmuseum : Rum- und Zucker-Meile kompakt auf dem Handy

Auf Kiel gesetzt: Hans Protschka, Walter Braasch, Thomas Overdick, Martin Johannsen und Florian Herzberg (v.l.). Foto: Braasch
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Auf Kiel gesetzt: Hans Protschka, Walter Braasch, Thomas Overdick, Martin Johannsen und Florian Herzberg (v.l.). Foto: Braasch

Schifffahrtsmuseum stellt Audio-Mobilguide vor / Rum- und IT-Häuser als Partner mit im Boot

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06. Dezember 2012, 06:27 Uhr

Flensburg | Für Thomas Overdick ist es eine Flensburger Premiere: "Meines Wissens ist es der erste Audio-Mobilguide, den es in der Stadt gibt", sagt der Chef des Schifffahrtsmuseums. Ab sofort gibt es eine kompakte, leicht zu bedienende Handy-Führung für die bekannte und beliebte Rum- und Zucker-Meile. Dieser Themenpfad beleuchtet anhand von 20 Stationen rund um den Hafen die Bedeutung der Westindienfahrt für Geschichte und Gegenwart der Stadt.

Es funktioniert ganz einfach: Mit einer QR-App scannt man den QR-Code (nächste Spalte) auf dem Info-Blatt, und schon öffnet sich auf dem Touchscreen die Startseite des Audioguides. Es ist nicht erforderlich, zuvor eine App herunterzuladen oder gar zu kaufen. Über Lautsprecher oder besser noch Kopfhörer kann man sich sodann kurze Texte zu den einzelnen Stationen vorlesen lassen; einige Fotos und historische Ansichten ergänzen das Angebot. Auf einer Karte der Innenstadt findet man die notwendige Orientierung.

Audio-Guides gehören heute zum Standard vieler moderner Museen. Sie erfordern aber relativ hohe Investitionskosten und einen großen bürokratischen Aufwand für die Ausleihe der Geräte und das Kassieren der Gebühren. Der neue Flensburger Guide funktioniert mit jedem Smartphone oder Tablet-Computer, sogar mit einigen älteren Handys, die eine Kamera zum Lesen des Barcodes haben.

Der Audio-Guide basiert auf dem neuen Informationsdienst "k.now", der kürzlich vorgestellt wurde. Der Großteil der Gesamtkosten von 12 000 Euro wurde durch einen Landeszuschuss gedeckt, als Sponsoren und natürliche Partner sind die Rumhäuser Braasch und Johannsen dabei. Die Audiotracks und Videodateien wurden von der Firma Digikultur erstellt. Technische Partner sind neben Hans Protschka (k.now) Florian Herzberg (Phi Mobile) und Jens Helmbrecht (konzeptemacher.de).

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